Kolbermoor – Neue Fenster, neue Balkon- und Eingangstüren sowie künstliche Belüftungen: Die Häuser Am Moorgarten 12 bis 16 werden teilsaniert (wir berichteten). Jetzt wurde im Stadtrat einhellig entschieden, diese Maßnahme der 30 städtischen Wohnungen auf den Weg zu bringen. Die Kosten belaufen sich auf rund 870000 Euro.
Im April soll die
Maßnahme starten
Kerim Bacak (Parteifreie Kolbermoor) meldete sich als Erster zu Wort: „Das ist die günstigste Sanierung, seit ich im Stadtrat bin – super“, lobte er das Projekt. Auch Sebastian Daxeder (CSU) sagte, „das ist eine Top-Leistung“. Allerdings fragte er, warum keine „Einzelraumlüftungen“ angedacht seien, um Heizkosten zu sparen.
Bürgermeister Peter Kloo (SPD) erklärte daraufhin, dass die Mieter dieser Wohnungen keine „überhöhten Heizkosten hätten“. Obendrein wolle man keine „aufwendige Technik einbauen, die die Nebenkosten nach oben treibt“. Dieser Meinung war auch Dagmar Levin (SPD): „Wir sollten die Mieter nicht belasten, denn durch höhere Nebenkosten würden letztlich die Wohnungskosten steigen“, erklärte sie. Vielmehr begrüßte sie, dass die „günstigen Mieten gehalten werden können“. Die belaufen sich derzeit auf sechs Euro pro Quadratmeter.
Sabine Balletshofer (CSU) fragte, ob es während der Baumaßnahme eine Mietminderung für die Bewohner gebe. Jörg Reinheckel, der seitens der Stadt den Bau betreut, erklärte, „dass man das in angemessenem Maße schaffen werde“.
Gerhard Duschl (CSU) regte an, die etwaigen Kosten hinsichtlich der Einzelraumlüftungen zu überprüfen. Daraufhin erklärte Reinheckel nochmals die Entscheidung seitens der Kommune. Georg Kustermann (Grüne) wollte wissen, wieviel fossile Brennstoffe denn eingespart werden könnten. Rathauschef Kloo erklärte, dass man das nicht genau auf den Liter Heizöl sagen könne und wiederholte: „Unsere Erfahrungen sind, dass keine Heizkosten gespart werden können, weil wenig verbraucht werde.“ Letztlich stellte die CSU den Antrag, die Planung hinsichtlich der Einzelraumlüftung mit Wärmerückgewinnung nochmals zu überprüfen – das Gremium lehnte diese Forderung mit 16 zu sieben Stimmen ab.
Die Maßnahme soll im April starten – mit einem Abschluss könne bis Anfang September 2020 gerechnet werden.