Kolbermoor – Der SV-DJK hat exakt 3226 Mitglieder. Davon nehmen rund 700 Bürger das Kursprogramm wahr – von Anti-Aging Fitness über Piloxing bis Zumba. Jetzt hat sich die Geschäftsführerin Karin Maier über eine Benefizaktion zwischen den Jahren stark gemacht. Vom 27. Dezember bis 3. Januar – vier Tage 20 Kurse – zahlen die Sportler keine Gebühr, sondern sie spenden soviel sie möchten, obendrein verzichten auch die Trainer auf ihr Geld. Mit dieser Aktion gibt es noch eine Neuerung: Erstmals können die Mitglieder zwischen den Jahren sporteln – sonst waren die SV-DJK-Türen zwischen Weihnachten und Heilge Drei Könige geschlossen. Welche Motivation Maier und ihr Team antreibt und wie sie auf die Idee gekommen ist, verrät die SV-DJK-Geschäftsführerin im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen.
Frau Maier, was ist Ihre Motivation?
Das ist ganz leicht zu beantworten: Wir wollen einfach helfen. Obendrein wollen die Bürger bei den speziellen Kursprogrammen das ganze Jahr über sporteln. Deshalb fand ich das eine gute Sache und bin so auf die Benefizaktion gekommen.
Und die Trainer waren auch begeistert?
Ja, ich habe das im Team besprochen und dann hieß es: Das machen wir gemeinsam.
Das sind ganz neue Wege…
Viele arbeiten ehrenamtlich. Wir sind nahe an der Gesellschaft und es gibt viele Menschen, die zu uns in den Verein kommen. Die Angebote sind kostengünstig und für die Menschen bei denen das Geld nicht so locker sitzt, sind wir da. Bei uns sind viele Migranten und sie kommen über den Sport in die Gesellschaft.
Gibt es spezielle Kurse, bei denen das auffällt?
Wir haben zum Beispiel „Freerunning“. Viele Schüler der Pauline-Thoma-Schule nehmen daran teil. Ich finde das super, dann sind sie im Team und sind sportlich aktiv.
Heuer hat schon die Fußballabteilung des SV-DJK eine Benefizaktion auf die Beine gestellt, jetzt ziehen Sie mit dem Kursprogramm nach. Erzählen Sie mal.
Eine Benefizaktion gibt es beim Kursprogramm erstmals. Ich habe schon lange darüber nachgedacht – außerdem wollte ich schon immer bei der Kolbermoorer Tafel helfen, habe es aber zeitlich nie geschafft. Deshalb lag es nahe, den Erlös an diese Einrichtung zu spenden.
Soll dieses Benefiz-Angebot ausgebaut werden?
Wir müssen erst einmal schauen, wie es angenommen wird. Wir bieten ja an vier Tagen 20 Kurse an – wir erhoffen uns auch, neue Gesichter zu sehen.
Interview: Ines Weinzierl