Kinderaugen leuchten bei Krippenbau

von Redaktion

Bergedelweiß und Bergkristall: „Koibamoora Junggmias“ kreiert Weihnachts-Deko

Kolbermoor – „Ich möchte da noch Moos rauflegen“, sagt Maja. Die Zehnjährige drapiert es um das Jesuskind, das zwischen Josef und Maria liegt. Dann hat das Kindlein es schön warm. Maja ist eins von elf Kindern, die jetzt am Workshop „Koibamoora Junggmias“, einem Angebot des Obst- und Gartenbauvereins, teilgenommen hat. Jedes der Kinder hat eine Krippe und einen Schneemann aus Holz in der Gärtnerei Moser-Paukert an der Schwarzenbergstraße kreiert. An ihrer Seite sind Thomas Paukert, Veronika Hermann und Teresa Ostermeier. Diese Aktion war der Abschluss des ersten Jahres „Koibamoorer Junggmias“.

Workshops finden
auch 2020 statt

Ideen haben Veronika Hermann und Teresa Ostermeier noch jede Menge, deshalb führen die beiden die Workshops mit den Nachwuchs-Gartlern auch im kommenden Jahr fort. Neun Termine zwischen Februar und Dezember stehen schon fest. Heuer haben erstmals neun Aktionen übers Jahr verteilt stattgefunden: Es wurden Beutel bedruckt, Namensschilder an die Bäume am Karl-Daniels-Platz genagelt und zu guter Letzt jetzt Krippen und Schneemänner gebastelt.

Papageienkuchen
und Spekulatius

Die Kinder sind eifrig bei der Sache: Nach den gebastelten Schneemännern gibt es Brotzeit. Severin hat Geburtstag, er ist zwölf Jahre alt geworden und deshalb hat er mit seiner Mama Papageienkuchen gebacken – seine Schwester Lucia (10) schneidet jedem ein Stück ab. Hermann und Ostermeier verteilen Punsch und Tee, Lebkuchen und Spekulatius. Dann gibt Hermann jedem Kind einen Zweig. „Der ist aus meinem Garten“, sagt sie. „Ich weiß, was das ist“, sagt Alina. „Rosmarin.“ Klar, die Nachwuchs-Gartler kennen sich bestens aus.

Anschließend liest Hermann passend zum Zweig ein weihnachtliches Rosmarin-Kräutermärchen vor: Maria und Josef machen Rast, sie pflückt Rosmarin und legt damit die Krippe aus – „das ist der erste Blumenduft fürs Jesuskind“.

Weiter geht‘s: Der Papageienkuchen ist verputzt und nun sind die Krippen dran und natürlich bringen die Kinder den Rosmarinzweig aus Hermanns Garten dort an. Im Vorfeld hat Paukert an der senkrechten Holzscheibe den Himmel geschwärzt. „Meiner sieht aus wie ein Regenboden“, freut sich Lena (8). Genau dorthin wird Bergenzian geklebt –„das ist typisch bayerisch“, erklärt Paukert. Obendrein werden Bergkristalle und Latschenkieferzweige befestigt. Und am Ende hat jedes Kind seine eigene Krippe gebastelt. Und jetzt eine eigene zu Hause. Denn die meisten Krippen stehen bei den Omas im Wohnzimmer, erzählen sie. Bei Lucia und Severin steht draußen eine vor der Tür aus Holz und eine Lichterkette, sagt Lucia.

Und das steht für alle Nachwuchs-Gartler fest: Im nächsten Jahr machen sie wieder mit beim Junggmias –„denn es macht Riesenspaß“, sagt Antonia (8).

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