Kolbermoor – Der Schnee kann kommen! Das Lager im Bauhof Kolbermoor ist mit 60 Tonnen Streusalz gut gefüllt – obendrein gibt es jede Menge Tongranulat. Des Weiteren ist das Reservelager voll bis oben hin. Also: Der Winter kann kommen – „und das wird er“, sagt Michael Glas, Leiter des Bauhofs, der die eisige Herausforderung im Winter in Kolbermoor seit 20 Jahren meistert.
14 Bauhof-Mitarbeiter
sind im Einsatz
14 Bauhof-Mitarbeiter sind bei Schnee und Eis mit elf orangefarbenen Fahrzeugen im Einsatz, erklärt er. Damit die aber alle pünktlich auf die Straße kommen, sind mitten in der Nacht die sogenannten Wetter-Melder Stefan Füllbier und Franz Draxinger am Start. Abwechselnd überprüfen sie um Punkt 2.30 Uhr den Wetterbericht.
Liegt frischer Schnee, klingeln sie ihre 13 Kollegen aus den Betten und es geht um 3 Uhr los. In drei der elf Fahrzeuge sitzen mehrere Mitarbeiter. Sie sind zusätzlich mit Schaufeln ausgestattet, um auch an Stellen zu räumen und zu streuen, wo ein Fahrzeug nicht hinkommt. An Bushaltestellen beispielsweise, vor den Schulen und Kindergärten.
Der Verkehr
muss laufen
Ebenso kümmern sich die Bauhof-Mitarbeiter um Fußwege, die an stadteigene Grundstücke grenzen, sowie um den Innenstadtbereich, wie Hassler- und Rosenheimer Straße. Denn: „Der Verkehr muss laufen.“ Und damit meint Glas nicht nur den Auto- sondern auch den Radlverkehr. „Daher müssen auch die Radwege frei von Schnee und Eis sein“, sagt er.
Übrigens sind die Fahrzeuge so ausgestattet, dass man die Salzgramm-Zahl genau bemessen kann: „Pro Quadratmeter wird beispielsweise zwölf Gramm Salz gestreut“, erklärt Glas. Die Menge hänge von den Witterungsverhältnissen ab. Ziel der Bauhof-Mitarbeiter ist es, zwischen 6 und 6.30 Uhr mit den „Brennpunkten“ fertig zu sein.
Heißt geräumt und gestreut zu haben – damit der Verkehr fließen kann. Wird auch bei anhaltendem Schneefall geräumt? „Ja, wir würden es sonst nicht schaffen“, sagt Michael Glas. Besteht denn die Gefahr, dass es soviel schneit, dass die Bauhof-Mitarbeiter es nicht schaffen? „Wir schaffen das“, sagt Glas, „ohne Zweifel.“ Er erklärt: „Wir tauschen dann die Mitarbeiter durch, dass rund um die Uhr geräumt und gestreut wird.“