Tollitäten bezaubern ihr Publikum

von Redaktion

Rauschender Krönungsball beim Faschingsverein Mangfalltal

Kolbermoor – Wenn ein zukünftiger Faschingsprinz von sich selber sagt, mit Tanzen bislang wenig bis gar nichts am Hut gehabt zu haben, dann ist das auf den ersten Blick verwunderlich. Prinz Stephan II. aber legte mit seiner Prinzessin Melanie I. im Mareis-Saal einen Krönungswalzer hin, der das Publikum reinweg begeisterte. Auch die beiden hatten dabei sichtlich Spaß. Und das, obwohl sie ihr Training erst im September begannen, während ein Prinzenpaar normalerweise schon ab Mai beim Üben ist.

Ein Erfolg mit
vielen Vätern

Ein Erfolg, der sicherlich viele Väter hat. Da ist zum einen die Unterstützung durch die Partnerin, also der Prinzessin, die gelassen meinte: „Es brauchte einfach ein bisschen Geduld.“ Verständlich, schließlich hat sie selbst Gardeerfahrung. Da ist zum anderen das Können des Tanzlehrers, wie immer beim Faschingsverein Mangfalltal Viktor Kunz. Er meint, das Geheimnis liege einfach darin, die Choreografie auf die beiden Tanzenden abzustimmen und da sei es sowieso immer die Aufgabe, den weiblichen Part etwas einzubremsen, damit das Ganze rund und beide zusammen harmonisch wirkten.

Unterstützung
von allen Seiten

Nicht zu vergessen auch die Geduld der Co-Trainerin, Stefanie Lax, die Viktor Kunz wie immer beim Einstudieren unterstützt. Vor allem ist da aber offensichtlich die Atmosphäre, die im Faschingsverein Mangfalltal herrscht und die, wie der Faschingsprinz meint, die einer großen Familie sei: Unterstützung und Zuspruch von allen Seiten.

Dennoch sei der Moment, vor dem ihm am meisten bange gewesen sei, nicht der eigentliche Auftritt gewesen, sondern die Generalprobe, „bei der wir zum ersten Mal vor Garde und dem Präsidium auftraten, und präsentieren mussten, was wir auf die Bühne bringen“.

Zwei, drei kleine Unebenheiten habe es da noch gegeben, von denen beim Krönungsball selbst aber absolut nichts mehr zu spüren war, sodass Prinz Stephan II. seit Samstag gänzlich unbeschwert und voll spürbarer Vorfreude auf die kommende Faschingssaison blickt.

Dies strahlen auch Prinz Andreas I. und Prinzessin Leonie I. aus, das Kinderprinzenpaar, bei dem keiner von beiden irgendwelche Tanzvorbehalte hatte. Die Prinzessin sowieso nicht, denn sie ist seit Langem in der Kinder- und Jugendgarde, aber auch Prinz Andreas I. nicht, dem 14-Jährigen, der ansonsten sehr engagiert Eishockey spielt. Hier hat der Faschingsverein derzeit offenbar „einen Lauf“, denn schon im letzten Jahr hatten sie mit Prinz Lukas I. ein tänzerisches Naturtalent und Prinz Andreas steht ihm hier nicht nach.

Beste Aussichten also auch für die Garde in den künftigen Jahren, denn die braucht für ihre Show-Tänze nicht nur die Anmut der Gardemädchen, sondern für die Hebefiguren auch starke, aber eben auch tanzfreudige Männer. Und was die zusammen auf die Bühne bringen, hat auch dieses Jahr das Publikum wieder völlig begeistert: Milena Jakob, Stefanie Seifert, Anna und Andrea Salzinger haben es erneut vermocht, aus ihren Schützlingen deren ganzes Können herauszulocken.

Und natürlich tun die Kostüme von Monika Reiter – seien es die für die Prinzenpaare oder die für die Garden – das ihre für einen perfekten Gesamteindruck.

Auch ansonsten war die Stimmung beim Krönungsball prächtig, die Tanzfläche in den Vorstellungspausen, in denen die Eventband pianissimo aufspielte, gut genutzt. Wenn der Krönungsball der Maßstab ist, hat Vorstand Manuel Eckert mit seiner Faschingsgesellschaft ganze Arbeit geleistet: Dann nämlich befindet sich Kolbermoor in den kommenden Wochen in bester Laune und ist, dem aktuellen Motto gemäß, durchwegs „auf den Spuren der Römer“.

Artikel 2 von 5