Unbekannter entsorgt Müll im Wald

von Redaktion

Spaziergänger schlagen Alarm – Essensabfälle nahe der Hermann-Löns-Straße entsorgt

Kolbermoor –Unmengen Essensabfälle wurden jetzt illegal im Wald abgeladen: Gleich nahe des Tennisplatzes nahe der Hermann-Löns-Straße liegen Knochen, Reste von Sellerie, Äpfeln und gelben Rüben – um nur einiges zu nennen.

„Das kann ja wohl nicht wahr sein“, ärgert sich ein Kolbermoorer, der dort mehrmals die Woche spazieren geht. „Warum bringt der Unbekannte seinen Müll nicht zum Wertstoffhof. Der Wald ist doch keine Müllkippe.“

Abfallmenge passt

in mehrere Kübel

Auch bei der Stadt hat sich schon ein Bürger gemeldet und Jürgen Halder, vom Technischen Bauamt, informiert. „Ich bin sofort hingefahren und habe mir das angeschaut – das ist wirklich grob fahrlässig“, sagt er auf Anfrage unserer Zeitung. Es handelt sich um soviel Abfall, der in mehrere Kübel passe, so Halder.

Außerdem kann sich Halder die Motivation des illegalen Müllentsorgers nicht erklären: „Wenn er glaubt, den Waldtieren etwas Gutes zu tun, liegt er falsch.“ Denn gerade wenn es vonnöten ist, kümmern sich die Jäger, die in diesem Bereich zuständig sind, um die Versorgung der Wildtiere – „mit ordentlichem Futter“, sagt er. Und keinen Essensresten, die für die Tiere schädlich sein können. Denn: Breiten sich auf den Abfällen Pilze aus, können die Tiere erkranken. Halder denkt auch an die Hundebesitzer, die ihre Tiere frei laufen lassen. „Ich würde meinem Hund keine Hähnchenknochen zu fressen geben. Und wenn der mal etwas Falsches gefressen hat, sind Durchfälle die Folge.“

Abfälle locken

Ratten und Krähen an

Obendrein können Küchenabfälle Krähen und Ratten anlocken, so Halder. Dieses Szenario gab es im April 2018 –damals tauchten Ratten an der Wertstoffinsel am Rothbachl auf, weil dort Abfälle vor den Containern abgeladen wurden (wir berichteten). Daraufhin hat die Stadt veranlasst, Giftköder aufzustellen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Als weitere Gefahr sieht Halder, dass die Essensabfälle Wildschweine anlocken können. „Das kann man als Anfütterung sehen. Die Tiere sind schlau, die wissen, wo es etwas zu fressen gibt.“ Und Wildschweine richten großen Schaden an – beispielsweise „brechen sie Wiesen auf“.

Aber wer kümmert sich jetzt um die Essenreste im Waldstück, das einem Privatmann gehört? Halder hat bereits Michael Glas, den Leiter des Bauhofs, informiert. Die Mitarbeiter kümmern sich und entsorgen die Abfälle. Wie so oft. Glas erklärt auf Anfrage unserer Zeitung, dass immer wieder „einfach Müll irgendwo entsorgt wird“. An der Mangfall etwa. Aber: „In diesem Bereich haben wir noch nie etwas gehabt.“

Halder will dort jetzt öfter kontrollieren. Und wenn Spaziergängern etwas auffällt, sollen sie sich laut Halder entweder an die Stadt oder die Polizei wenden.

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