Kolbermoor – Radl-Aktionstag, eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Farrenpointstraße 36, die Weiterführung der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED sowie die Machbarkeitsprüfung zur „Versorgung des Freibades über das Blockheizkraftwerk der Adolf-Rasp-Schule“: Das sind nur vier Maßnahmen, die die Stadt Kolbermoor 2019 in punkto Klimaschutz auf den Weg gebracht hat.
„Es war ein gutes Jahr“, sagt der Klimaschutzbeauftragte Martin Korndoerfer auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. So sei die Fotovoltaikanlage auf dem Dach an der Farrenpoint-straße 36 die „größte städtische Anlage der Stadt“, so Korndoerfer.
„Großes Projekt
an Schule“
Und 2020 sollen weitere Fotovoltaikanlagen folgen, beispielsweise auf dem Dach der Pullacher Feuerwehr sowie auf dem der Adolf-Rasp-Schule. Und nicht nur das – dort findet ein „großes Klimaprojekt“ statt: An der Schule startet im Februar die Energiepädagogik – „da wollen wir die Kinder mit ins Boot holen“, sagt der Klimaschutzbeauftragte.
Die Schüler sollen von Anfang an in die Planungen eingebunden werden – die Anlage soll in drei Bauabschnitten realisiert werden und 2026 fertig sein. So können über sechs Jahre viele Kinder daran teilhaben. Den Bau begleiten, beispielsweise in Form von Projektwochen.
Des Weiteren sollen in der Stadt neue E-Ladesäulen errichtet werden – die Vorplanung laufe bereits. Geplant sind Säulen an diesen Standorten – mit jeweils zwei Steckern: auf den Parkplätzen an der Turneralm, am Huberberg, der Pauline-Thoma-Schule, der Caritas sowie hinter dem Mareis-Saal an der Friedrich-Ebert-Straße.
Korndoerfer sieht
Stadt als Vorreiter
Mit dieser Anzahl gehöre Kolbermoor zu den „Vorreitern im Landkreis“, sagt Korndoerfer. Es sei wichtig, eine Grundversorgung zu schaffen – „so braucht keiner mehr Angst haben, mit einem Elektrofahrzeug unterwegs zu sein“. Bisher gibt es in der Mangfallstadt an vier Standorten Ladesäulen: Im Parkhaus drei und auf der Spinnereiinsel, Bayernwerk und Hertopark jeweils zwei.
200 Tonnen CO2
spart Stadt ein
Des Weiteren sollen die städtischen Gebäude energetisch optimiert werden. Dazu wird der Verbrauch der Liegenschaften erfasst. Ein Beispiel: „Zeigt sich bei der Pauline-Thoma-Schule, dass sie nachts, wenn keiner mehr dort ist, genauso viel an Energie verbraucht wie morgens, schauen wir woran es liegt und beheben das Problem“, so Korndoerfer.
Straßenbeleuchtung
wird umgestellt
Obendrein sollen flächendeckend bei den städtischen Gebäuden die Pumpen gegen Hocheffizierungspumpen ausgetauscht werden – „auch das spart Strom“. Energie gespart wird auch bei den Straßenlampen: Bisher wurden 760 auf LED umgestellt – die restlichen 400 sollen heuer folgen. „Die Stadt spart so 400000 Kilowattstunden Strom im Jahr – das entspricht dem jährlichen Strombedarf von etwa 130 Haushalten“, erklärt er.
Des Weiteren werden die jährlichen CO2-Emissionen der Stadt um über 200 Tonnen gesenkt.
Als weiterer Punkt steht auch die Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit in der Mangfallstadt im Kalender 2020: Ein Teil der empfohlenen Sofortmaßnahmen des Instituts für innovative Städte (i.n.s.) soll laut Korndoerfer umgesetzt werden.
Zu den Sofortmaßnahmen zählen beispielsweise Absenkungen bei Fahrbahnüberquerungen und Radlfurten.