Jetzt muss der Planer ran

von Redaktion

Stadtrat Kolbermoor stellt Weichen für sieben Hektar großes Areal „In der Schwaig“

Kolbermoor –Als „spannende Aufgabe“ bezeichnete Bürgermeister Peter Kloo (SPD) in der Stadtratssitzung die Entwicklung des sieben Hektar großen Areals „In der Schwaig“. Es liegt östlich der Brünnsteinstraße und nördlich der Geigelsteinstraße und wurde 2019 von der Stadt erworben. Jetzt soll das Gebiet entwickelt werden.

Bürgermeister Peter Kloo sagte, dass man sich vorstellen kann, dass dort 40 Prozent Gewerbe, 20 Prozent Wohnbebauung und etwa 30 Prozent Grünflächen entstehen.

Areal ist
„Jahrhundertchance“

Denn das war dem Rathauschef wichtig: „Das Gebiet soll nicht zugepflastert werden.“ Darüber hinaus sagte er: „Vielleicht kann 2021 schon mit den ersten Erschließungsmaßnahmen begonnen werden.“ Dazu zählen Straßen, Wasser, Strom. Aber wie gesagt, jetzt soll erst mal ein Planer ran.

Sebastian Daxeder (CSU) sieht das Areal „als Riesenchance“. Allerdings wollte er wissen, ob denn die Nachfrage nach Gewerbe und bezahlbarem Wohnraum so groß sei. Darauf lieferte Kloo prompt die Antwort: „Die Nachfrage ist groß.“

Georg Kustermann (Grüne) merkte an, dass man dem Planer gleich den Anteil der Grünflächen mitgeben solle: „Ich wäre für 35 und 40 Prozent“, erklärte er. Dieter Kannengießer (Parteifreie Kolbermoor) bezeichnete das Areal als „Jahrhundertchance“. Es sei vergleichbar mit den ganzen Wohnungen, die die Stadt gekauft hat, sagte er und ergänzte: „Schön wäre, wenn man ortsansässige Betriebe nehme.“

Andrea Rosner (Grüne) ging das alles zu schnell: „Wir sind viel zu weit.“ Das müsse der neue Stadtrat entscheiden – „wir wollen nicht das Schachern anfangen“, sagte sie. Dagmar Levin (SPD) forderte auch ein „hohes Maß an Grün – und nicht jeden Zentimeter zu bebauen, sondern den Anteil eher zu erweitern.“ Sicher ist sie sich in einem Punkt: „Wir werden uns noch die Köpfe zerbrechen.“

CSU schlägt
neuen Namen vor

Gesprochen wurde auch darüber, dass es einen Projektausschuss geben soll, der sich aus je einem Fraktionsmitglied zusammensetzt. Gemeinsam könne mit dem Planer gesprochen werden.

Daxeder sprach noch den Namen „In der Schwaig“ an. Schon im Bauausschuss wurde darüber gesprochen, dass der Name „verwirrend“ sei (wir berichteten). Deshalb habe man sich innerhalb der CSU-Fraktion Gedanken gemacht. „Kolbermoor-Ost oder Am Damm“, schlug er vor.

Zunächst wurde einstimmig beschlossen, die Änderung des Flächennutzungsplans auf den Weg zu bringen, des Weiteren hat das Gremium geschlossen der Aufstellung des Bebauungsplans zugestimmt.

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