Kindergarten erst 2021 fertig

von Redaktion

Naturnahe Einrichtung an Hölderlinstraße – Stadt sucht nach Übergangslösungen

Kolbermoor – Im geplanten „Naturnahen Kindergarten“ an der Hölderlinstraße sollten eigentlich ab Herbst rund 40 Mädchen und Buben betreut werden. Daraus wird jetzt nichts – zumindest nicht heuer: „Der Kindergarten wird nicht in diesem Herbst fertig“, teilt Elisabeth Kalenberg, geschäftsführende Beamtin, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Er soll erst ein Jahr später, im Herbst 2021, fertig gestellt werden.

Tatsächliche Zahlen
erst nach 18. Februar

Aber fehlen jetzt nicht Kindergarten-Plätze? Wie viele tatsächlich fehlen, weiß die Kommune laut Kalenberg erst nach dem „Zentralen Kita-Anmeldetag“, der am 18. Februar stattfindet. Laut Bedarfsplanung rechne die Stadt für das kommende Kindergartenjahr mit zusätzlich rund 50 Kindern – 40 davon sollten in die neue Einrichtung an der Hölderlinstraße. Die fällt jetzt aus – vorerst. Kalenberg erklärt, dass man bereits mit dem Jugendamt im Gespräch sei, um Varianten auszuloten. Aber die Stadt Kolbermoor suche laut Kalenberg bereits nach Übergangslösungen.

Aber warum verzögert sich die Fertigstellung? „Das Verfahren hat länger gedauert, als erwartet“, sagt sie im Hinblick auf Einwendungen. Aber Kalenberg sagt deutlich: „Sie haben zum richtigen Ergebnis geführt.“

Das Grundstück an der Hölderlinstraße ist etwa 3300 Quadratmeter groß – rund 1000 Quadratmeter nördlich des Weges bleiben jetzt Biotop. Obendrein wurde die überbaubare Fläche von 800 Quadratmetern auf 480 Quadratmeter reduziert (wir berichteten).

Die Holzhäuser sollen aufgeständert werden, sodass auch der Boden nicht versiegelt werden muss. Eine Erschließung erfolgt auf kurzem Wege von der vorhandenen Wohnbebauung.

Die Zufahrt soll einem Forstweg gleichen – auch dort soll nicht geteert werden. Entstehen sollen auf dem Gebiet drei Gebäude – eines davon ist als Abstellraum für Fahrräder gedacht, in den zwei weiteren spielen die Kinder. Auch wurde der Sanitär-Bereich in einem Haus nahe der Straße gewählt – die Erschließungsleitungen sind daher nah. Außerdem werden neue Bäume gepflanzt – dafür sollen laut Bauamt sechs Bäume gefällt werden.

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