Kolbermoor – Die Sonne schien nicht nur zum Fenster rein, sondern auch von einem auf eine Leinwand projizierten Foto – gestern stand in der Adolf-Rasp-Schule alles im Zeichen der Sonne: Denn gestern startete das Projekt „Fotovoltaik für die Adolf-Rasp-Schule samt Energiepädagogik“. Alle Grundschüler – aufgeteilt in zwei Gruppen – kamen in die Aula, um der Pädagogin Sarah Finder von „Solar für Kinder“ zu lauschen. Die Kinder konnten auch Fragen stellen: „Wie entsteht aus der Sonne Strom?“, wollte ein Schüler wissen. Und eine Antwort hatte sie gleich parat: „Das ist Physik und das werdet ihr in den Workshops und bei den Projekttagen erfahren.“
Die Workshops für die Schüler starten im März – organisiert und geleitet werden sie von den Mitarbeitern von „Solar für Kinder“. Sie finden im Rahmen des Unterrichts statt, erklärte Rektorin Carola Vodermaier. Im Mai steht dann die Montage der ersten Module auf dem Dach der Sporthalle an – auch da werden die Kinder dabei sein. Und sie werden die Fortschritte sehen, denn an dem Dach gehen sie täglich vorbei.
Das Ziel des Schul-Projektes sei unter anderem „Fotovoltaik erlebbar zu machen“, sagte Bürgermeister Peter Kloo gestern in der Aula. Die Schüler nehmen nicht nur „theoretisch daran teil, sondern auch praktisch“, erklärte er. Ist so ein Projekt ausbaufähig, könnte es auch an anderen Schulen umgesetzt werden? „Denkbar ist das“, sagt er. Aber auf dem Dach der Mangfallschule sei es wegen des Denkmalschutzes nicht möglich,
Dafür aber auf dem Dach des Feuerwehrhauses. „Daran könnten die Schüler der Mangfallschule teilhaben“, so Klimaschutzbeauftragter Martin Korndoerfer, der auch bei dem Start des Projektes in der Schule war.
Auch Rektorin Vodermaier ist von dem Projekt begeistert – auch darüber, dass es über mehrere Jahre gehen soll: „So können viele Schüler daran teilhaben“, sagt sie. Das Projekt ist über sechs Jahre angelegt. Über 300 Module sollen auf den Dächern der Schule angebracht werden, so Sarah Finder. Martin Augustin, Geschäftsführer von „Solar für Kinder“, sagte abschließend zu den Kindern: „Ihr seid ein Teil eurer Solaranlage.“