Kolbermoor – Rund 62000 Quadratmeter ist das Gebiet Nr. 7a „Gärtnerstraße“ zwischen Brückenstraße und Schwarzenbergstraße groß. Planungszeil ist, dort eine Bebauung auf den Weg zu bringen sowie eine Querung von Ost nach West sowie Nord und Süd zu realisieren.
„Dieser Bebauungsplan beschäftigt den Stadtrat seit 30 Jahren“, sagte Bürgermeister Peter Kloo in der Stadtratssitzung. Das Problem sei unter anderem gewesen, Grund für den Straßenbau zu erwerben. Aber das sei nun vollbracht. Mit vier Gegenstimmen votierte das Gremium, sich den Empfehlungen der Verwaltung anzuschließen. Zuständiger Sachbearbeiter der Bauverwaltung Thomas Beer sagte „der Bebauungsplan ist auf der Zielgeraden“. Sobald alles in trockenen Tüchern ist kann mit der Straßenbau auf den Weg gebracht werden – ebenso ist hier eine Nachverdichtung geplant.
In der Sitzung wurden die unterschiedlichen Stellungnahmen vorgetragen. Und anderem machte sich der Bund Naturschutz für den Erhalt der Baumgruppe stark, was durch die Verwaltung auch umgesetzt werden soll. Die Bäume sollen während der Bauzeit entsprechend geschützt werden. Darüber freute sich Caroline Schwägerl (Grüne): „Ich bin froh, dass die Bäume geschützt werden.“
Straßen: Stadt
hat Vorkaufsrecht
Des Weiteren wurde über die geplante Straßenerschließung diskutiert. Die Lücke der beiden bestehenden Gärtnerstraßen – Nord und Süd – soll unter anderem geschlosssen werden. „Es soll ein verkehrsberuhigter Ausbau der Gärtnerstraße Nord mit Anschlüssen an die Schwarzenberg- und Brückenstraße entstehen.“
Sebastian Daxeder (CSU) erklärte, dass es an der Straße teilweise sehr „eng“ werde. Die Enge der Straße sei laut Beer teilweise darauf zurückzuführen, dass Anwohner keinen Grund von ihrem Grundstück abtreten wollten. Aber: Sollten diese Anwohner ihren Grund veräußern, habe die Stadt Vorkaufsrecht und dann könne die Straße gegebenenfalls erweitert werden.
Georg Kustermann (Grüne) erklärte abschließend, dass sich die Grünen ihrer Linie treu bleiben wollen und sie den Plan ablehnen, „da es zu eng und dem Thema Radverkehr zu wenig Gewicht gegeben werde“. iw