Neue Plätze für 37 Nistkästen

von Redaktion

Aktion der Stadt Kolbermoor – Erstmals werden Kästen an Gebäuden angebracht

Kolbermoor – 37 neue Nistkästen sollen jetzt am Neuen Friedhof und am Tonwerkweiher aufgehängt werden. Ziel dieser Aktion der Stadt ist es, Singvögel und Fledermäuse zu unterstützen. Gestern wurden geeignete Orte bestimmt. Zeitnah sollen die Kästen aufgehängt werden. Gestern richtete sich der Blick nach oben: Richtung Baumkrone und Dachfirst. Biologin Stefanie Mühl, Jürgen Halder vom Bauamt und Simon Reiter vom Bauhof waren unterwegs, um geeignete Plätze für die 37 Nistkästen am Neuen Friedhof und am Tonwerkgelände zu finden. Zunächst trafen sich die drei neben der Aussegnungshalle.

Heuer neu: Kästen
an Gebäuden

Ziel der Aktion – 2019 wurden erstmals rund 20 Nistkästen in der Stadt aufgehängt, unter anderem im Spinnereipark (wir berichteten) – ist es, die „heimischen Singvögel zu unterstützen“, so Halder. „Wir geben einen Schubs“, sagt er. Und die Biologin ergänzt: „Um viele machen wir uns Sorgen, um Star und Haussperling beispielsweise“.

Neu ist heuer, dass erstmals Kästen an Gebäuden angebracht werden sollen: Drei auf der Südseite der Aussegnungshalle. Und vier auf der Ostseite am Heizungsgebäude gleich neben dran. Dort sollen in einem Abstand von etwa einem Meter jeweils Kästen für Fledermäuse angebracht werden. „Ob sie es annehmen, wird sich zeigen, die Tiere sind eher skeptisch“, erklärt die Biologin.

Die anderen sollen an Bäumen aufgehängt werden, vor allem an Laubbäumen, in etwa vier bis sechs Meter Höhe“, so Halder. Wichtig sei hier, dass keine Katzen hingelangen.

Vor jeden Ort, an den ein Nistkästen angebracht wird, sprüht Reiter einen Punkt – „damit wir wissen, wohin die Kästen sollen“, so Reiter. Die Bäume werden ebenfalls mit einem versehen.

Im vergangenen Jahr wurden rund 20 Nistkästen als Pilotprojekt für Sing- und Raubvögel sowie für Fledermäuse aufgehängt. Etwa ein halbes Jahr später wurden sie kontrolliert.

„Sie wurden gut angenommen“, sagt die Biologin von „Biologie Chiemgau“. Fledermäuse und Meisen ließen sich beispielsweise in Kolbermoor nieder.

Neben den Vogelkästen gibt es in dem Pullacher Waldstück nahe der Staatsstraße Richtung Autobahn auch einen für Hornissen –auch dieses städtische Angebot fand Zuspruch.

In den nächsten Jahren sollen Rathaus-Park, Spinnerei-Insel und Co mit Kästen ausgestattet werden als Beitrag zum Naturschutz, so Halder.

Knapp 1000 Euro kosten die 37 Kästen, sie werden einmal im Jahr kontrolliert und auch gesäubert, denn kein Tier bezieht im Frühjahr gern ein dreckiges Zuhause.

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