Kolbermoor – Hat die Corona-Krise Auswirkungen auf die Arbeit des Klimaschutzbeauftragten Martin Korndoerfer? Stehen Projekte still oder wurden sie verschoben? Korndoerfer erklärt den OVB-Heimatzeitungen, welche Vorhaben ins Stocken geraten sind, im Schatten vor Corona anders als geplant stattfinden und was nach wie vor nach Plan läuft.
Energiepädagogik
Das Schulprojekt „Fotovoltaik für die Adolf-Rasp-Schule samt Energiepädagogik“ sollte im März starten. Bereits im Januar informierte die Firma „Solar für Kinder“ Schüler und Lehrer in der Schulaula über das über mehrere Jahre angedachte Projekt. Workshops und Unterrichtseinheiten sollten im März starten, im Mai sollten passend dazu und fern aller Theorie Module auf das Dach der Schule montiert werden. Dieses Projekt steht still: „Es wurde komplett auf den Herbst verlegt“, sagt Korndoerfer. Auch die Montage der ersten Module wurde verschoben. Alles startet nun in der zweiten Jahreshälfte.
Stadtradeln
Die Aktion „Stadtradeln“ startet am 14. Juni (Ende 4. Juli) wie geplant. Ziel der Aktion: Umweltfreundlich zur Arbeit gelangen und das Rad als Fortbewegungsmittel fördern. Die Kilometer werden dann eingetragen und am Ende zählt der Kilometerstand aller Teilnehmer – 2019 radelten die Kolbermoorer bei der Aktion rund 40500 Kilometer. Korndoerfers Ziel für 2020: „60000 Kilometer“, sagt er und lacht. Was heuer allerdings ausfällt sind die Themenradltouren, die 2019 erstmals stattfanden, sowie die große Auftakt- und die Abschlussveranstaltung, erklärt Korndoerfer.
Energieberatung
Die Energieberatung findet derzeit ausschließlich telefonisch statt. „Aber auch das wird gut angenommen“, weiß der Klimaschutzbeauftragte. Die nächsten Termine sind 8. und 22. Juni sowie 20. Juli von 16 bis 19 Uhr. Vorher muss man sich laut Korndoerfer allerdings telefonisch anmelden unter
0800/809802400.
Vereinsgründung
Im vergangenen Jahr hat sich der von der Stadt initiierte Energie-Stammtisch aufgelöst. An diesem Abend wurde aber angedacht, einen Energie-Verein zu gründen. „Die Satzung steht“, sagt Korndoerfer. Alles weitere kam wegen Corona ins Stocken und soll noch geklärt werden.
LED-Straßenleuchten
Wenn alles nach Plan läuft, sollen bis Ende des Jahres alle rund 1200 Straßenlampen auf LED umgerüstet sein. Seit 2017 läuft diese Maßnahme. Bisher wurden 800 Lampen ausgetauscht. Heuer folgen die letzten knapp 400 Leuchten. Und im Rahmen dessen wurde laut Korndoerfer auch auf den Insektenschutz geachtet. „Die Leuchten strahlen warm-weiß.“
E-Ladesäulen
Voraussichtlich sollen bis Ende 2020 fünf neue Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten in Kolbermoor entstehen. „Insbesondere in der Innenstadt., Denn in den Wohngebieten haben die meisten eine Garage und Stromanschluss.
Fotovoltaikanlage
Auch die Planungen für die Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Kolbermoorer Feuerwehr gehen voran. Allerdings ist es wegen der Statik nicht möglich, das komplette Dach mit Modulen zu versehen, erklärt Korndoerfer. Aber: „Wir plane die Anlage so groß wie möglich.“