Kolbermoor – Eltern, die eine Absage hinsichtlich der Kinderbetreuung erhalten haben, können jetzt aufatmen. Denn die Kolbermoorer Stadtverwaltung realisiert eine Übergangslösung als Erweiterung der Mangfallwichtel im ersten Stock des Erweiterungsbaus an der Pauline-Thoma-Schule. Dort sollen zusätzlich 50 Kinder einen Kindergartenplatz finden sowie 13 Kinder einen Krippenplatz erhalten. Das teilte Elisabeth Kalenberg jetzt in der jüngsten Stadtratssitzung mit. Los gehen könnte es am 1. September oder 1. Oktober.
Stadt informiert
derzeit Eltern
„Wir gehen davon aus, dass wir dann alle unterbringen“, sagt Kalenberg auf Anfrage unserer Zeitung. Derzeit informiert die Verwaltung alle Eltern, denen eine Absage erteilt wurde, telefonisch über die Neuerungen. Geplant sind nach derzeitigem Stand eine Krippengruppe sowie zwei Kindergartengruppen – „haben wir beispielsweise nur 25 Kinder für den Kindergarten, wird auch nur eine Kindergartengruppe realisiert“, erklärt sie. Denn in eine Gruppe gehen 25 Mädchen und Buben.
Aber wie lief es mit der Suche nach einer Bleibe? „Wir hatten mehrere Möglichkeiten, allerdings war die Option in der Pauline-Thoma-Schule mit einen geringen Aufwand verbunden.“ Die Vergaben für Mobiliar und die Spielgeräte laufen, es müssen lediglich zwei Toiletten und eine Trockenwand umgesetzt werden. Im Außenbereich müsse beispielsweise noch der Kinderwagenstellplatz realisiert werden. Die Übergangslösung ist auf zwei Jahre begrenzt. Anschließend benötigt die Schule die Räume.
Bürgermeister Peter Kloo sagte, „wir arbeiten mit Hochdruck daran. Heuer schaffen wir es.“ Aber wie schaut es die nächsten Jahre aus? Wie viele Kinder einen Krippen- und Kindergartenplatz in Kolbermoor in den kommenden Jahren brauchen ist „Kaffeesatzleserei“, sagte Kloo. Auch wenn Kalenberg versucht, den Bedarf zu ermitteln – auch auf die nächsten Jahre hin. „Das Buchungsverhalten der Eltern lässt sich nur schwer vorhersagen“, sagt sie. Wer letztlich sein Kind für eine Betreuung anmeldet, zeigt einzig und alleine der zentrale Anmeldetag der Kommune. Die Stadt hat derzeit 146 Krippenplätze und 616 Kindergartenplätze.
17 Absagen gingen an Kolbermoorer Eltern
Heuer stand allerdings fest, dass es 41 Kinderkrippenplätze und 81 Kindergartenplätze zu wenig gab. Elisabeth Kalenberg erklärte, dass ein Großteil der Absagen Kinder betraf, die nicht aus Kolbermoor kommen (insgesamt 16) und Kinder, die vom Alter her noch keinen Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben (39). Auch Kinder, für die nur eine Wunscheinrichtung angegeben war (13), waren dabei (wir berichteten).
Durch das Zurückgreifen auf Notplätze habe man letztlich fünf Krippen- und 32 Kindergartenkinder noch unterbringen können. Nach Berechnung der Stadt Kolbermoor habe es somit bei den Krippenplätzen zehn und bei den Kindergartenplätzen sieben „echte“ Absagen gegeben.