Kolbermoor – Drei Monate war es ruhig in der Kolbermoorer Volkshochschule. Denn coronabedingt musste die Einrichtung ihr Angebot absagen. Vorträge, Koch- und Sprachkurse fanden nicht statt. Lediglich einige Online-Kurse, erklärt Leiterin Ulrike Sinzinger. Das ist ein „finanzieller Verlust“.
Kochkurse zunächst noch verschoben
Aber jetzt geht es wieder los: Ab heute, Montag, öffnet die Volkshochschule ihre Pforten. Dann wird Englisch gepaukt und Sport getrieben. Abgesagt wurden lediglich Exkursionen und Kochkurse – sie werden aufs nächste Semester verlegt. Im Rahmen des Hygienekonzeptes seien sie nicht umsetzbar, erklärt Sinzinger.
Um die geforderten Abstände umzusetzen, wurden einige Kurse in andere Räume verlegt – beispielsweise von einem VHS-Raum in den Sitzungssaal des Rathauses oder ins Trauzimmer. „Die Verlegung hat gut geklappt“, sagt Sinzinger. Denn selbstverständlich sei es nicht, dass sofort andere Räume zur Verfügung stehen, aber da sei man in engem Kontakt zur Stadt. Regeln wie Mundschutz außerhalb des eigenen Platzes tragen, keine Gruppenbildung vor den Räumen verstünden sich von selbst. Obendrein stehen keine Umkleiden zur Verfügung, deshalb müssen die Teilnehmer dieser Kurse bereits in Sportkleidung kommen, obendrein müssen eigene Matten mitgebracht werden. Außerdem sind Kurse geteilt worden, um die Teilnehmeranzahl in den Kursen zu verkleinern. Obendrein müssen sich die Bürger jetzt an neue Zeiten gewöhnen, denn künftig müssen zwischen den einzelnen Kursen 15 Minuten Pause sein. Dieses Zeitfenster soll auch dazu genutzt werden, um ordentlich durchzulüften, erklärt Sinzinger. Des Weiteren werden die Räumlichkeiten zweimal täglich gereinigt.
Und trotz dieses „erheblichen Mehraufwandes“ war es immer Sinzingers Ziel, die Volkshochschule wieder öffnen zu können. Dank des Rückhalts der Stadt musste eine temporäre Schließung nicht in Erwägung gezogen werden, erklärt sie weiter. Sie habe von anderen Volkshochschulen gehört, die bis zu den Sommerferien alles abgesagt haben.
Herbstprogramm
bereits in Planung
In den nächsten sechs Wochen bis zu den Sommerferien wolle man den Bürgern entgegen kommen, indem man nur die Termine abrechnet, an denen sie auch teilgenommen haben. „So entsteht bei ihnen kein finanzieller Druck, wenn sie sich beispielsweise nicht wohlfühlen“, erklärt sie.
Das neue Herbstprogramm werde geplant – wie immer. „Es wäre ein ungünstiges Signal, nicht zu planen“, so Sinzinger. Schließlich sei die Volkshochschule eine Konstante.
Weitere Infos unter
www.vhs-kolbermoor.de