Erst buchen, dann besuchen

von Redaktion

Kolbermoorer Jugendtreff ist ab sofort geöffnet – Anmeldung unbedingt erforderlich

Kolbermoor – Nach drei Monaten ist es wieder soweit: Die Kolbermoorer Jugendlichen können ihren Jugendtreff wieder besuchen. Allerdings mit Einschränkungen. Denn einen offenen Betrieb wie bisher gibt es bis zu den Sommerferien nicht. Corona lässt grüßen. Einfach mal schnell vorbeischauen, das Handy aufladen und Servus sagen ist vorerst nicht möglich.

Zeitfenster
für elf Personen

Vielmehr gibt es jetzt Zeitfenster, die die Jugendlichen buchen müssen. Elf von ihnen können zur gleichen Zeit den Jugendtreff besuchen. Allerdings nur mit Voranmeldung. Mittwochs, donnerstags und freitags gibt es je drei Zeitfenster: 15 bis 16.30 Uhr, 17 bis 18.30 Uhr sowie 19 bis 20.30 Uhr, samstags ist es von 14 bis 15.30 Uhr sowie von 16 bis 17.30 Uhr möglich. Im Vorfeld müssen die Jugendlichen anrufen und sich anmelden. Sind schon elf am Start, müssen die Sozialpädagogen Christian Spazier und Max Mank den anderen absagen.

Exklusiv für
Freundeskreis

Zwischen den einzelnen Zeitfenstern wird gelüftet, gereinigt und desinfiziert: Billardtisch, Türklinken, Computer. „Anders geht‘s nicht“, sagt Mank. Aber all diese Regelungen müssen „tipptopp umgesetzt werden“, so Spazier.

Obendrein müssen sich die Jugendlichen, bevor sie den Jugendtreff betreten, in Listen eintragen. Name, Anschrift und Telefonnummer werden erfasst. Obendrein der Zeitraum des Aufenthaltes, um im Falle eines Covid-19-Verdachts im Jugend- treff Infektionsketten zu erkennen.

Für die Teenager ergeben sich durch die Regelungen aber auch ganz neue Möglichkeiten: „Sie können für sich und ihre Freunde ganz exklusiv den Treff buchen“, sagt Spazier. Dennoch: Es werde eine Umstellung für sie. Denn vor Corona waren täglich zwischen 15 und 50 Personen im Jugendtreff und deren Aufenthalt variierte von fünf Minuten bis zu vier Stunden. „Die Unverbindlichkeit fällt halt weg – und das ist schwer. Aber es hilft nichts, anders geht es nicht.“

Abstände
sind einzuhalten

Und so haben Spazier und Mank auch schon den Jugendtreff mit Zetteln gepflastert: „Hier darf nur eine Person sitzen“, dort zwei, da vier.

Im Computerraum stehen beispielsweise nicht mehr sechs, sondern nur vier Computer, um die erforderlichen Abstände einzuhalten.

Im Lockdown wurde die Einrichtung umfangreich renoviert

Die Zeit,in der das Kolbermoorer Jugendzentrum geschlossen war, haben die Sozialpädagogen Christian Spazier und Max Mank unter anderem auch für die Renovierung des Jugendtreffs genutzt.

Die beiden haben unter anderem alle Polster und den Küchenboden grundgereinigt, die Tischoberflächen lackiert, den Außenbereich grundgereinigt sowie die Wände des Playstation-Zimmers neu gestrichen. Obendrein haben sie das Parkett im Saal abgeschliffen. „Das hätte eigentlich die Stadt heuer gemacht“, sagt Christian Spazier.

Die finanziellen Mittel, die die Stadt Kolbermoor dafür aufgewendet hätte, wurden jetzt in eine Discobeleuchtung gesteckt.

„Wir haben jetzt die geilste Beleuchtung“, sagt Christian Spazier und freut sich schon auf die Gesichter der Jugendlichen, wenn sie die LED-Anlage im Saal sehen.

Außerdem haben die Sozialpädagogen die Homepage des Kolbermoorer Jugendtreffs überarbeitet und neu gestaltet.

Zudem haben sie während der Zeit Online-Angebote sowie das Ferienprogramm auf den Weg gebracht (wir berichteten). Und zu guter Letzt das Konzept für eine Neueröffnung erarbeitet.

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