Kolbermoor – „Es war ein Rekordjahr“, sagte Dieter Kannengießer (Parteifreie) in der Stadtratssitzung, als es um den Rechenschaftsbericht der Kommune ging. Diesen nahm das Gremium zur Kenntnis und beauftragte den Rechnungsprüfungsausschuss mit der Prüfung.
1079 Euro: Pro-Kopf-
Verschuldung
Voraus gegangen war eine Präsentation von Kämmerin Irmgard Pross-Kohlhofer. Insgesamt betrug das Rechnungsergebnis im Gesamthaushalt 69,6 Millionen. Der Vermögenshaushalt nahm dabei gut 26 Prozent – rund 18 Millionen Euro ein – wovon 1,9 Millionen Euro getilgt wurden. Der Verwaltungshaushalt nimmt die restlichen knapp 74 Prozent in Anspruch – das sind etwa 51 Millionen Euro.
Stadt hat sich
gut entwickelt
Die Einnahmen im Verwaltungshaushalt stammen unter anderem aus Anteilen der Einkommenssteuer (knapp 29 Prozent) und belaufen sich auf knapp zwölf Millionen Euro. Und aus der Gewerbesteuer (rund 26 Prozent) mit knapp elf Millionen Euro. Die Zuweisungen/Zuschüsse für laufende Zwecke liegen bei gut 3,5 Millionen Euro und Schlüsselzuweisungen bei knapp 3,2 Millionen Euro sowie Mieten, Pachten und Verkaufserlöse bei rund 2,8 Millionen Euro. „Durch die gute Einnahmesituation sowie Minderausgaben und eine sparsame Mittelbewirtschaftung, konnte das Ergebnis des Verwaltungshaushaltes um eine Summe von 6,2 Millionen gegenüber dem Haushaltsansatz verbessert werden“, so Pross-Kolhlhofer. Die Einnahmen im Vermögenshaushalt bestanden aus „einem Rekordüberschuss“ vom Verwaltungshaushalt in Höhe von 11,7 Millionen Euro. Obendrein aus Krediten von 4,7 Millionen Euro sowie Einnahmen aus Rücklagen von knapp 800000 Euro.
Bei den Ausgaben im Vermögenshaushalt bildeten knapp 5,1 Millionen Euro die Hochbaumaßnahmen sowie der Vermögenserwerb mit 6,8 Millionen Euro die markantesten Säulen. Vom letzteren Betrag entfällt ein großer Teil auf den Kauf einer Fläche westlich des Bauhofs (wir berichteten). Insgesamt konnte vom Vermögenshaushalt eine Zuführung an die allgemeine Rücklage mit gut 2,7 Millionen erfolgen. Die Gesamtverschuldung beläuft sich für 2019 auf knapp 20 Millionen Euro und ergibt eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1079 Euro.
„Die Stadt hat sich gut entwickelt“, sagte Kannengießer. Dem schloss sich auch das Gremium an. Allerdings merkte beispielsweise Sebastian Daxeder (CSU) an, „dass man auch Verpflichtungen den weniger gut gestellten gegenüber habe“. Kannengießer erklärte, dass man „mustergültig beim Sozialen Wohnungsbau ganz weit vorne wäre“. Dagmar Levin (SPD) ergänzte: „Wir unterstützen die Menschen.“ So sprach sie auch die „familiengerechten Preise“ im Freibad an. Die hatte die Stadt hinsichtlich der Corona-Regeln angepasst: der Eintritt beträgt 2,50 Euro (bisher 3,50 Euro).