„Wilde Raser“ ausbremsen

von Redaktion

Blitzer an Friedrich-Ebert-Straße installiert – Anzahl der Verstöße im dreistelligen Bereich

Kolbermoor – „Wilde Raser“ hat der Kolbermoorer Rainer Tschichholz mehrfach in der Friedrich-Ebert-Straße beobachtet, als er als Fußgänger dort unterwegs war. Seit der Einbahnstraßenregelung an der Haßlerstraße, die seit Ende Juli zwischen Bahnhof und Kreisel an der Brückenstraße ausschließlich in Richtung Bad Aibling befahrbar ist, hat sich die Situation an der Friedrich-Ebert-Straße Tschichholz‘ Meinung nach zugespitzt. Denn viele nutzen seither die Friedrich-Ebert-Straße, um zum Ziel zu gelangen. Und nicht wie vorgesehen die Umleitung, die über Brückenstraße, Staatsstraße und Carl-Jordan-Straße führt.

Umleitung
kostet Zeit

„Die Umleitung dauert vielen wohl einfach zu lange“, mutmaßt Tschichholz. Er appelliert jetzt an die Stadt: „Da muss jetzt reagiert werden“, fordert er. Und schlägt beispielsweise vor, Blitzer aufzustellen.

Das hat Thomas Rothmayer bereits auf den Weg gebracht. Der Leiter des Kolbermoorer Ordnungsamtes erklärt, dass der „Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland“ die Stadt bei der Verkehrsüberwachung seit etwa drei Wochen unterstützt. Das heißt: Seit rund drei Wochen stehen punktuell Blitzer in der Friedrich-Ebert-Straße. Auch eine erste Bilanz liegt schon vor: Ein Blitzer war etwa drei Stunden an einem Samstagnachmittag dort aufgestellt. Das Ergebnis: Das Gerät blitzte in diesem Zeitraum im unteren dreistelligen Bereich, so Rothmayer.

Im dreistelligen Bereich? Ja. Aber eine genaue Zahl will er nicht nennen. Nur so viel: Einige Autofahrer mussten aufgrund der überhöhten Geschwindigkeit ihren Führerschein abgeben. Und das war erneut der Fall, als an einem Freitagabend der Blitzer aufgestellt wurde – über 100 Fahrer wurden geblitzt.

Die Blitzer sollen weiterhin in der Friedrich-Ebert-Straße aufgestellt werden – auch nachts. Sollen sie bis zum Ende der Einbahnregelung, die im Dezember aufgehoben werden soll, stehen? Rothmayer will es länger beobachten und deshalb sollen die Blitzer auch darüber hinaus an der Friedrich-Ebert-Straße positioniert bleiben.

Rothmayer hat außerdem beobachtet, dass viele Autofahrer, die die Friedrich-Ebert-Straße als Umleitung nutzen, am Ende der Straße ordentlich ausgebremst werden: Denn aufgrund des Verkehrsaufkommens in der Ludwigstraße dauert es, bis sie sich nach links einfädeln können.

Beobachtungen
vom Parkhaus aus

Und obwohl sich die Autofahrer laut Rothmayer dann am Steuer ärgern, nutzen sie weiterhin die Friedrich-Ebert-Straße. Das habe er mehrmals beobachtet, als er sich gleich zu Beginn der Einbahnstraßenregelung an der Haßlerstraße ein Bild machen wollte und sich am Parkhaus positionierte.

Rainer Tschichholz erklärt, dass es gerade auch für Fußgänger und Radler gefährlich sei, wenn Autos durch die Straße rasen. Deshalb empfiehlt Rothmayer, die Friedrich-Ebert-Straße nicht als Fußgänger zu nutzen, sondern beispielsweise auf den Bürgersteig an der Von-Bippen-Straße auszuweichen.

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