Der Kreisel wird nach Süden geöffnet

von Redaktion

Diskussion über Verkehrsführung: CSU will mit Antrag „Missverständnisse abbauen“

Kolbermoor – Wer darf künftig wo und vor allem in welche Richtung fahren? Darum drehte es sich jetzt im Stadtrat. Grund für die Diskussion war ein Antrag der CSU „Keine Verbindung der Hassler- zur Maxstraße“. Rathauschef Peter Kloo (SPD) sagte eingangs, dass man den Plan „ein bisserl hilflos gelesen“ habe. Man beschäftige sich schließlich seit zehn Jahren mit diesem Thema – und habe 2013 gemeinsam das Vorhaben im Stadtrat beschlossen.

2022 soll mit Bau
begonnen werden

Es soll möglich sein, an der südlichen Ausfahrt des Kreisels, der derzeit gebaut wird, über eine Spielstraße in die Maxstraße zu gelangen. Diese Straße soll in beide Richtungen befahrbar sein. Dieser Anschluss soll angepackt werden, wenn die Umbaumaßnahmen fertig sind, erklärt Bauamtsleiter Andreas Meixner.

2021 könnten die Planungen starten, 2022 soll mit dem Bau begonnen werden. Es soll ein „einheitliches Bild entstehen“, erklärt er auf Anfrage. Das heißt: Der Bahnhofsvorplatz soll optisch unter anderem mit der Albert-Loher-Straße zur Innenstadt verbunden werden.

Südlich des Kreisels soll es dann von dort in die Försterstraße gehen. Im Zuge dessen soll die Albert-Loher-Straße nur in Richtung Norden befahrbar sein. Insbesondere der Bereich nahe des Schulhauses soll laut Kloo „verkehrsberuhigt ausgebaut“ werden.

Leonhard Sedlbauer (CSU) sagte, dass „unserer Meinung nach alles erfüllt“ wurde. „Danke für den Kompromiss“, sagte er.

Schließlich sei die Innenstadt die gute Stube der Stadt. Und da wolle man ja nicht, dass man vom Kreisel aus „stangerlgerade zum Mareissaal durchfahren“ kann. „Wir wollten durch den Antrag Missverständnisse abbauen.“

Dieter Kannengießer (Parteifreie Kolbermoor) sagte, dass dieser Plan genau der von 2013 sei. „Ich bin froh, dass es so kommt.“

Andrea Rosner (Grüne) war dankbar für die Planung, da sie es sich jetzt besser vorstellen könne. Wichtig war ihr, dass „schöne Barrieren“ geschaffen werden und das „viel Grün bleibt“.

Nie ein
Durchstich geplant

Dagmar Levin (SPD) erklärte, dass ein „Durchstich zur Albert-Loher-Straße nie geplant gewesen wäre“. Der CSU-Fraktion warf sie „Erinnerungslücken“ vor – außer Sedlbauer, schließlich war er 2013 noch nicht im Stadtrat.

Leonhard Sedlbauer (CSU) wollte es noch einmal genau wissen: „War es immer der Plan, dass die Albert-Loher-Straße eine Einbahnstraße wird?“ Und ihm war wichtig: „Unser Antrag war nicht sinnlos. Jetzt wurde es präzisiert.“ Kloo: „Er ist verfeinert worden.“

Der Kolbermoorer Stadtrat entschied geschlossen, die Anbindung der Maxstraße und der Albert-Loher-Straße an den neuen Kreisel.

Artikel 5 von 6