Kolbermoor – Die Aktion „Lauf10“, die der SV-DJK Kolbermoor für alle anbietet, die schon lange mit dem Laufen anfangen oder wieder einen Neueinstieg wollten, ist angelaufen. Ziel ist es, die Teilnehmer bis zum 30. November für einen Zehn-Kilometer-Lauf fit zu machen. Mit dabei: Mangfall-Bote-Mitarbeiterin Elke Artmeier. Sie nimmt die Leser mit auf die Strecke und berichtet wöchentlich, wie es ihr auf ihrem Weg zum großen Ziel geht. In der heutigen Ausgabe schreibt sie über Tag 9:
Schon wieder ist eine Trainingswoche um. Der Countdown läuft. Noch drei Wochen. Wir kommen unserem Ziel immer näher. Hausaufgabe für die Woche war, zwei bis drei kürzere Läufe und einen längeren mit etwa einer Stunde. Ich entdecke immer neue Strecken zum Laufen, und gerade jetzt im Herbst ist es einfach traumhaft, durch das bunte raschelnde Laub zu laufen. Mittlerweile teile ich mir meine Läufe immer in drei Abschnitte ein. Ich laufe relativ langsam los, dann beschleunige ich etwas, sodass ich mich noch gut unterhalten kann, und im letzten Kilometer gebe ich dann nochmal richtig Gas. Da bin ich dann schon ganz schön außer Atem.
Knacke ich die
zehn Kilometer?
Es gibt da immer so einen Zeitpunkt, da gelingt es mir, einmal so richtig tief durch zu schnaufen. Von da an, ist es dann viel einfacher zu laufen. Man hat das Gefühl, ewig weiter laufen zu können. Mein Ziel für diese Trainingswoche ist, das angestrebte Ziel von zehn Kilometer zu knacken. Ich bin sehr optimistisch, dass ich es schaffen werde.
Nun zum Training am Montag: ich treffe mich mit einer Laufpartnerin aus unserem „Laufrudel“ am Schwimmbad. Seit letzter Woche dürfen wir ja nur noch zu zweit laufen. Wir laufen an der Mangfall nach Bad Aibling. Es ist stockfinster, aber unsere Stirnlampen zeichnen uns einen Kreis auf den Boden, in dem bewegen wir uns. Ab und zu kommen uns Radler entgegen.
Der Nebel wird dichter, es ist schon etwas gruselig. Wir sind gespannt, ob wir ein anderes Pärchen aus unserem „Rudel“ treffen. Die müssen ja auch irgendwo unterwegs sein. Anhand von auffälligen Accessoires, wie zum Beispiel ein leuchtendes Fußband, versuchen wir dann zu erraten, wer es ist.
Corona zum Trotz, auch ein virtueller Lauftreff kann witzig sein. In Aibling laufen wir über die Brücke und am Kanal wieder Richtung Kolbermoor. Die gute Qualität der Stirnlampe zeichnet sich hier aus, man sieht jeden Stein und jede Pfütze. In der Spinnerei herrscht eine mystische Stimmung, der Nebel liegt über dem Wasser und dahinter die Beleuchtung der Spinnerei.
Wir laufen über die Brücke zurück zum Schwimmbad Parkplatz. Knapp sieben Kilometer sind es geworden. Verschwitzt, aber glücklich mache ich mich auf den Heimweg. Da wartet hoffentlich das Abendessen auf mich. Bis nächste Woche.