Kolbermoor – Die neue Stellplatzsatzung der Stadt Kolbermoor ist rund zehn Wochen alt. Im Sommer brachte der Stadtrat eine neue Regelung auf den Weg – mit angepassten Änderungen (siehe Kasten). Dazu gehörte beispielsweise auch die Größe der Stellplätze, die sowohl im Freien, als auch in Tiefgaragen auf 2,50 mal 5,50 Meter festgelegt wurde. Jetzt wird nachgebessert.
Oben passt‘s –
unten nicht
Rathauschef Peter Kloo (SPD) sagte im Bauausschuss eingangs, dass die anvisierte Größe von 2,50 mal 5,50 Meter „oberirdisch sehr richtig“ sei. Denn ein Parkplatz mit einer bisherigen Länge von fünf Metern funktioniere draußen oftmals nicht. Schließlich werden die Autos immer größer. Und daher werde es häufig sehr eng.
Was oben im Freien passt, muss aber noch lange nicht unterirdisch auf Tiefgaragen zutreffen, so Kloo. „Dort schaut es anders aus als oben“, sagte der Bürgermeister zum Gremium. Und daher seien die neuen Größen von 2,50 mal 5,50 Meter in Tiefgaragen „sehr schwierig umzusetzen“.
Schwierigkeiten
in der Praxis
In der Sitzungsvorlage hieß es: „In der Praxis ergaben sich mit der neuen Stellplatzsatzung nun Schwierigkeiten bezüglich der Stellplatzlänge in Tiefgaragen.“ Deshalb schlug die Verwaltung vor, in Tiefgaragen andere Maße anzusetzen. Schließlich beeinflussen Fahrzeuge dort nicht „nachteilig den öffentlichen Verkehrsraum“. Kurz: Oben sollen künftig andere Größen für Parkplätze gelten, als unten. Denn in Tiefgaragen oder Parkhäusern gebe es ohnehin schon die Fahrgassenbreite von sechs Metern. Somit könnten die Flächen für die Fahrzeuge dort kleiner gehalten werden. Nämlich 2,50 mal fünf Meter. Es ging also um 50 Zentimeter. Andernfalls könnten Baugrenzen und Flächen für Tiefgaragen, die in Bebauungsplänen festgesetzt sind, nicht mehr eingehalten werden. Kurz: Die Pläne müssten geändert werden.
Caroline Schwägerl (Grüne) war ob der Änderung „nicht ganz so begeistert“, schließlich habe man im Vorfeld alles durchdacht. Kloo erklärte nochmal, dass die Länge der Stellfläche von fünf Metern unten nicht „so schlimm“ wäre, wie oben auf der Straße. Die letzte Stimme hat der Stadtrat.