Kolbermoor – Pfiat di, Kreide und Co.! Die Kolbermoorer Schulen sollen 67 digitale Tafeln und Tablets bekommen – Kosten: rund 605000 Euro. Die grünen Tafeln samt Kreide und Schwamm gehören dann der Vergangenheit an. Die Schulen sollen zwischen 2021 und 2023 mit den digitalen Tafeln ausgestattet werden. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Einen Einblick konnten die Lokalpolitiker von den neuen Tafeln bereits im Projektausschuss erhalten (wir berichteten).
Geräte sind wie
„große Handys“
Elisabeth Kalenberg, geschäftsführende Beamtin, erklärte, dass es sich bei den neuen Tafeln quasi um „große Handys“ handele. Obendrein sagte sie dem Gremium, dass die Lehrer der Kolbermoorer Schulen überall die gleichen Tafeln vorfinden sollen. Das erleichtere auch die Betreuung der Geräte durch einen Mitarbeiter der Stadt. Obendrein soll die Umsetzung in einem kurzen Zeitraum erfolgen: „So müssen sich die Lehrer nicht mit unterschiedlichen Modellen befassen.“ Nach dem Motto: Hier die neue digitale Tafel, da die alte grüne.
Eine gute Internetverbindung sei die Voraussetzung: Die besteht bereits an der Pauline-Thoma- sowie an der Adolf-Rasp-Schule – die Mangfallschule werde hinsichtlich dessen noch ausgestattet, hieß es.
Im Gremium war man sich einig: Es ist eine hervorragende Sache. Dieter Kannengießer (Parteifreie Kolbermoor) sagte: „Kolbermoor ist am Puls der Zeit.“ Michael Hörl (Grüne) und Dagmar Levin (SPD) waren begeistert und „tief beeindruckt“, ob der heutigen Möglichkeiten. Levin: „Gut, dass wir mit der Zeit gehen.“ Sie erinnerte sich noch an die Schiefertafel.
Leonhard Sedlbauer (CSU) fragte, ob es möglich sei, die Umsetzung schon 2021 zu realisieren. Rathauschef Peter Kloo erklärte, dass man die Umsetzung nur in den Ferien machen könne. Und: „Es ist ja nicht damit getan, nur die Tafel hinzustellen“, erklärte er. Denn es müssen auch die Lehrer eingewiesen werden. Da müsse man eng mit den Rektoren zusammenarbeiten.