„Das war eine Punktlandung“

von Redaktion

Teilsanierung der städtischen Wohnanlage Am Moorgarten fertig – Jetzt noch Restarbeiten

Kolbermoor – Rund acht Monate hat die Teilsanierung der städtischen Wohnanlage Am Moorgarten 12 bis 16 gedauert. „Sie sollte eigentlich im Herbst fertig sein“, sagt Jörg Reinheckel, der seitens der Stadt verantwortlich zeichnet.

Aber im Corona-Jahr 2020 war alles anders: Die Maßnahme sollte ab März angegangen werden. Daraus wurde nichts, weil der Fensterlieferant coronabedingt nicht liefern konnte. Deshalb verzögerte sich der Sanierungsbeginn um etwa acht Wochen. „Die acht Wochen Hypothek haben wir bis zum Schluss mitgenommen“, sagt Reinheckel. Dennoch ist er froh, dass die Teilsanierung 2020 noch abgeschossen werden kann.

Eingangspodeste
werden gefliest

Und Anfang des neuen Jahres standen nur noch Restarbeiten an: Ein Treppenhaus im Haus Nummer 15 muss noch geweißelt werden, im Haus Nummer 14 starten die Arbeiten gerade. Das Treppenhaus im Haus mit der Nummer 13 ist bereits fertig – diese Arbeiten haben die Mitarbeiter des Bauhofs erledigt. Die Feinjustierung der Satellitenanlage und die Eingangspodeste werden noch gefliest – aber das geschieht erst 2021, sagt Reinheckel.

Farbkonzept
fortgesetzt

Betritt man das fertig gestrichene Treppenhaus, fällt auf, dass die Eingangstüren zu den Wohnungen die gleiche rotbraune Farbe wie die Borte an der Wand des Treppenhauses haben. Diese Farbe zeigt sich teilweise auch an der Außenfassade aller drei Häuser. „Wir wollten das Farbkonzept von außen nach innen fortsetzen“, erklärt Reinheckel.

Außen erkennt man, dass auch Rollladen hinzugekommen sind – in den Kinder- und Schlafzimmern. Ebenso gibt es jetzt Abluftanlagen in den Bädern. Darüber hinaus ebenso neue Fenster – sie sind mit Lüftungselementen versehen. Je nach Höhe der Luftfeuchtigkeit gehen diese schmalen Elemente auf und zu. Obendrein wurden die Fensterrahmen überdämmt.

Es gibt jetzt auch neue Türen – zu jeder Wohnung und zu jedem Haus. Auch wurden die drei Häuser mit neuen Briefkästen und einer neue Klingelanlage ausgestattet. Außerdem wurde die Elektrik erneuert – in vier Wohnungen ist sie bereits auf dem aktuellsten Stand, erklärt Reinheckel. Warum nur in vier?

Man wollte die Mieter nicht überstrapazieren – denn die Teilsanierung ging ja vonstatten während die Bewohner in ihren Wohnungen waren.

Zieht jetzt beispielsweise ein Mieter aus, werde dann in dessen Wohnung die Elektrik erneuert. Obendrein gibt es einen Satelliten-Anschluss.

Auch die Kosten der Teilsanierung der Wohnanlage sind eingehalten worden: 880000 Euro. Reinheckel betont gegenüber unserer Zeitung zudem nicht ohne Stolz: „Das war eine Punktlandung.“

Vier Kolbermoorer leben seit 50 Jahren in diesen Wohnungen

30 Wohnungen gibt es in der städtischen Anlage Am Moorgarten 12 bis 16. Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe zwischen 52 und 80 Quadratametern stehen zur Verfügung. Die Miete der Sozialwohnungen belaufe sich pro Quadratmeter auf zwischen 5,10 und 6,90 Euro, erklärt Claudia Kristian vom Liegenschaftsamt der Stadt. Für eine Wohnung, die bis vor Kurzem noch frei war, konnte sie kurz vor Weihnachten die Schlüssel an die neuen Mieter übergeben. „Sie freuen sich“, sagt sie. Zudem erzählt Kristian, dass es in der Wohnanlage vier Mieter gebe, die seit 50 Jahren dort wohnt. Die Stadt Kolbermoor hat 328 städtische Wohnungen. 17 werden gerade noch gebaut, sie entstehen im Wohn- und Geschäftshaus neben dem Rathaus. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist groß: „Im September hatten wir 400 Anfragen, mittlerweile sind es 450“, so Kristian.

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