447000 Kilowattstunden Strom gespart

von Redaktion

Dreijähriges Projekt endet – Kolbermoor reduziert Energieverbrauch städtischer Gebäude

Kolbermoor – Die Kommunen haben alle an einem Strang gezogen: Ihr Ziel war es im Rahmen des dreijährigen Projektes „Energie-Effizienz-Netzwerks Südbayern“ Energie einzusparen – thermisch und elektrisch. Auch die Stadt Kolbermoor hat an dem Projekt, das jetzt geendet hat, teilgenommen.

Rathaus, Schulen und
Bauhof analysiert

In dieser Zeit – 2018 bis heute – hat die Stadt 447000 Kilowattstunden Strom pro Jahr bei kommunalen Gebäuden eingespart. Diese Zahl lässt sich anhand eines Beispiels einordnen: Rund 4000 Kilowattstunden benötigt eine vierköpfige Familie jährlich. Das Ziel Kolbermoors zu Beginn des Projektes war, den Verbrauch um 297 Megawattstunden zu reduzieren. Jetzt sind es 150 Megawattstunden mehr geworden. „Das ist ein gutes Ergebnis“, sagt Klimaschutzmanager Martin Korndoerfer.

Ziel war es, 13 Prozent der elektrischen Energie (181 Megawattstunden/pro Jahr) einzusparen. Umgesetzt hat die Kommune 22 Prozent – 306 Megawattstunden pro Jahr. Die thermische Energie sollte um vier Prozent reduziert werden – 116 Megawattstunden. Erreicht hat die Mangfallstadt fünf Prozent – 141 Megawattstunden.

Aber wie konnte das erreicht werden? Zu Beginn des Projektes wurden zehn Kolbermoorer Liegenschaften der Kommune angeschaut. Dazu zählten beispielsweise das Rathaus, die Schulen, der Bauhof, das Schwimmbad, der Neue und der Alte Friedhof sowie die städtische Wohnanlage Am Moorgarten. Diese Liegenschaften wurden hinsichtlich des Einsparpotenzials hin unter die Lupe genommen.

Binnen der drei Jahre wurden beispielsweise die Fenster der städtischen Wohnanlage Am Moorgarten im Rahmen einer Teilsanierung erneuert. Darüber hinaus bekam die Adolf-Rasp-Schule eine Fotovoltaikanlage verpasst. Außerdem wurden die Werktore des Kolbermoorer Bauhofs weiter verdichtet – so tritt weniger Wärme aus. Neben den Zielen, die vereinbart wurden, haben sich die jeweiligen Mitarbeiter der Kommunen – aus dem Mangfalltal hat auch Feldkirchen-Westerham teilgenommen – auch viermal im Jahr getroffen. Bei diesen Netzwerktreffen konnten die Vertreter der Kommunen sich austauschen und sich durch Vorträge von Experten über energetische Fachthemen und Neuheiten informieren.

Im Januar 2020 hat in Kolbermoor so ein Treffen stattgefunden. Bei einem Rundgang ging es um die „Energetische Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Werkssiedlung“ (wir berichteten). Architekt Gotthart Fellgiebel führte die Teilnehmer durch die Werkssiedlung und informierte beispielsweise darüber, das ein Teil der Siedlung beispielsweise mit Erdwärme geheizt wird und dass man obendrein für die Dämmung speziellen Putz verwandt habe.

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