Kolbermoor – Läuft alles nach Plan soll in den Sommermonaten mit dem Teilausbau der Rosenheimer Straße – zwischen Angerbauerstraße und Tankstelle – begonnen werden. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung, die in der Aula der Pauline-Thoma-Schula stattfand, mehrheitlich (22:1) beschlossen. Somit fließt der Verkehr in beide Richtungen nicht mehr über die Ampel an der Flurstraße – sondern über einen Minikreisel, der entstehen soll.
Zweite Veränderung
in Warteschleife
Quasi nur einen Steinwurf entfernt sollte eigentlich ein zweiter Minikreisel entstehen: Ludwigs-/Rosenheimer Straße. Der hängt jetzt allerdings in der Warteschleife fest, denn die Eigentumsverhältnisse konnten bisher nicht geklärt werden. Deshalb soll erstmal nur einer realisiert werden. Losgehen soll die Maßnahme im Juni/Juli, wie Georg Schollerer vom Rosenheimer Ingenieurbüro Roplan dem Gremium mitteilte.
Die Fahrbahn in beide Richtungen ist dann einspurig – ohne bisherige Linksabbieger-Spur in Richtung Flurstraße. Dafür gibt es ja dann den Kreisverkehr. Mitten auf der Rosenheimer Straße soll eine lange Bauminsel entstehen, die Bürgersteige werden angepasst und hergerichtet und vor dem Wohn- und Geschäftshaus entsteht eine Busbucht. Leonhard Sedlbauer (CSU) fand die Planungen „schön“. Dennoch wollte er genau wissen, was passiere, wenn beispielsweise die Feuerwehr einen Einsatz habe und schnell durch müsse. Rathauschef Peter Kloo (SPD) erklärte daraufhin, dass es bereits Gespräche mit der Feuerwehr gegebene habe – es sei kein Problem. Auch Dieter Kannengießer (Parteifreie Kolbermoor) sagte, dass diese Frage auf viele Straßen zu übertragen sei: „So habe man beispielsweise in der Brückenstraße wesentlich weniger Platz“, sagte er.
Eine Frage zum Platz auf der Straße hatte auch Berthold Suldinger (SPD): „Wo solle denn beispielsweise ein Tanklaster parken, wenn er die Häuser zwischen Flur- und Karlstraße beliefert, wollte er wissen. Schollerer erklärte, dass Bürgersteig und Straße eine Breite von 7,50 Meter haben. Der Laster müsse dann halb auf dem Gehweg und halb auf der Straße stehen – „das geht“. Außerdem komme diese Situation ja nicht so oft vor, sagte Schollerer. Hinsichtlich der Umleitungen während der Bauphase hatte Stefan Reischl noch Fragen: Was denn mit den Lkw passiere, die Richtung Großkarolinenfeld unterwegs seien, wenn die Durchfahrt zur Flurstraße gesperrt sei. Schollerer erklärte, dass die Flurstraße/Rosenheimer Straße so lange wie möglich freigehalten werden solle. Der Bau des Kreisels würde etwa vier Wochen betragen, so Schollerer. Dennoch: Es sei bereits eine „großräumige Umfahrung in Großkarolinenfeld“ im Gespräch.
Dagmar Levin (SPD) war froh darüber, dass es jetzt losgehen soll: „Wir warten ja schon seit 2013, dass etwas passiert.“ Obendrein erwähnte sie, dass bei Fußgängern, Radlern und Autofahrern das „Miteinander wichtig“ sei.
Rathauschef Kloo sagte, dass dieser Bereich mit Tempo 30 ausgestattet werden soll. „Die Verkehrsteilnehmer müssen lernen, dass man sich die knappen Räume teilen muss“.