Kolbermoor – „Wer sagt uns, dass es keine Shisha Bar wird“, fragte eingangs Dagmar Levin (SPD) in der jüngsten Bauausschusssitzung. Es ging um einen Antrag, einen bereits bestehenden Einzelhandelsladen an der Ottostraße nachträglich zu genehmigen. Die Antwort kam prompt vom zuständigen Sachbearbeiter Alexander Lemke-Glashauser: „Es wird keine Shisha-Bar.“
Bürgermeister Peter Kloo (SPD) erklärte, dass es sich ja schon immer um einen Laden handele und das der Antragsteller alles einhalte. Kerim Bacak (Parteifreie Kolbermoor) fragte: „Warum braucht er eine Genehmigung? Schließlich gibt es ja keine großen Änderungen. Außer, er will ein Lokal aus dem Laden machen.“
Sabine Balletshofer (CSU) vermutete, dass es mit der Corona-Krise zusammenhänge: „Denn Läden mit E-Zigaretten dürfen aufmachen“, erklärte sie in der Sitzung. Josef Schrank von der Bauverwaltung sagte, dass der Antrag zulässig sei – „aus baulicher Sicht können wir nur zustimmen. Er hält alles ein.“ Markus Schiffmann (CSU) sagte abschließend, dass es ja nicht „das tollste Geschäft wäre“, aber bevor es leer steht und die Innenstadt stirbt, wolle er zustimmen. Letztlich votierte das Gremium des Bauausschusses mit fünf zu zwei Stimmen dafür. iw