Kolbermoor – Wenn alles nach Plan läuft, soll mit dem Bau des geplanten Seniorenzentrums an der Conradtystraße im Frühjahr begonnen werden. Ende 22/Anfang 23 soll das Gebäude, das über 20 Millionen Euro kosten wird, fertig sein. Jetzt hat der Bauausschuss der Stadt dem Bauvorhaben in seiner jüngsten Sitzung geschlossen zugestimmt.
Auf Wünsche der
Stadt eingegangen
Heftig diskutiert wurde bereits im März – hinsichtlich der Anzahl der Stellplätze (siehe Kasten). Jetzt wurde der Antrag binnen weniger Minuten durchgewunken.
„Wir sind auf die Wünsche der Stadt eingegangen“, sagt Florian Behrend, Geschäftsführer des Bauträgers IEB Care GmbH & Co KG, auf Anfrage des Mangfall-Boten. 19 Stellplätze – inklusive zwei Behindertenstellplätze sollen jetzt entstehen. Nun müsse der übliche Behördenweg genommen werden. Läuft alles nach Plan, geht es im Frühjahr los. Es sollen 95 Plätze entstehen – die einzelnen Einheiten stehen zum Verkauf. Das heißt: Zehn Zimmer für zwei Personen und 75 Einzelzimmer – alle mit Badezimmer, erklärt Behrend. Alle Zimmer sind rollstuhlgerecht. Alle Räume verfügen über bodentiefe Fenster. „So können auch Bewohner, die bettlägrig sind, hinausschauen.“ Insgesamt gibt es vier Etagen – inklusive Vollunterkellerung. Die einzelnen Etagen verfügen über Gemeinschaftsräume und Gemeinschaftsbalkone. Aber es soll auch Küchenzeilen geben, wo die Bewohner auch mal einen Kuchen backen können. Die Fläche der einzelnen Etagen beträgt rund 850 Quadratmeter. Obendrein soll ein Garten angelegt werden – barrierefrei und mit Hochbeeten, erklärt Behrend.
Behrends Familie ist in Kolbermoor keine Unbekannte: Sie hat beispielsweise das Seniorenheim an der Josef-Hamberger-Straße komplett saniert. „Seit den 80er-Jahren errichtet und betreibt unsere Familie Seniorenpflegeheime sowie sozialtherapeutische Wohnheime.“ Träger ist die Haus Mangfall Senioren- und Pflegeheim GmbH. Geschäftsführerin ist Sonja Meisetschläger, die das geplante als „Ergänzung zum Haus Mangfall“ sieht. Sie sagt, dass in Kolbermoor der Bedarf groß sei, aber es handele sich ja um ein „Riesenprojekt.“