Kolbermoor – Das „Haus der Trends“ an der Spinnereiinsel 2 hat seinen Mietvertrag gekündigt – der Betreiber Thorsten Vogl zieht Mitte März von Kolbermoor nach Prien (siehe Kasten). Das Gebäude, in dem damals das Garnmagazin der Spinnerei untergebracht war, steht dann ab April leer. Allerdings gibt es schon neue Mieter, teilt Maximilian Werndl von Werndl und Partner auf Anfrage mit.
Einzelhandel
hat zu kämpfen
Wird wieder Einzelhandel einziehen? „Man muss bedenken, dass hier kein echter Einzelhandel stattfand. Nur Kunden mit Gewerbeschein durften im Trendhaus Alpensee einkaufen“, so Werndl.
Und weiter: „Da der Einzelhandel entlang der ,Genussmeile‘ zwischen Café und Pizzeria, sowie nördlich zwischen Rewe und Penny mit der aktuellen Situation schwer zu kämpfen hat, drängte sich uns nicht der Gedanke auf, das Garnmagazin mit Läden auszustatten. Es setzt sich stattdessen konsequent die Nutzung des Spinnerei-Fabrikgebäudes fort: Praxen und Büros. Und das wird gut angenommen“, teilt Werndl mit.
Nach dem Auszug des „Haus der Trends“ stehen dann erstmal Baumaßnahmen an: „Die Flächen werden sich von einer logistisch geprägten Struktur, in arbeits- und praxistaugliche Räume verwandeln. Das wird viel Arbeit machen“, teilt Maximilian Werndl mit. Dennoch hofft er, dass man noch im ersten Quartal die Pforten wieder öffnen kann.
Gewerbe-Verträge
auch in der Pandemie
Macht die Corona-Pandemie die Vermietung solcher Objekte derzeit schwerer? „Die Immobilienbranche scheint von der Pandemie weitestgehend unversehrt zu sein. Ja, es gibt Insolvenzen und ja, es gibt Mietausfälle – aber bei Weitem nicht so viele wie befürchtet. Zudem sind die Banken sehr fleißig gewesen, was Unterstützungen und Tilgungsaussetzungen angeht“, erklärt Werndl.
„Es mag auch sein, dass in der Theorie das Homeoffice das Büro zukünftig als obsolet erscheinen lässt. Aber die Praxis zeigt, dass viele neue und auch große Gewerbe-Mietverträge mitten in der Pandemie abgeschlossen wurden.“
Jede Firma brauche ihr „Headquater“ und „wir leben in einer florierenden Gegend. Unsere Beobachtungen stimmen uns optimistisch, dass die Schäden der Pandemie für den Raum Rosenheim nicht so groß ausfallen wie einst prognostiziert.“