Fortschritt bei städtischen Bauvorhaben

von Redaktion

Veranschlagte Kosten werden fast durchweg deutlich unterschritten – Aufträge vergeben

Kolbermoor – So wie es aussieht, werden in diesem Sommer und Herbst in Kolbermoor einige Einweihungsfeiern anstehen. Der Bauausschuss konnte in seiner jüngsten Sitzung erfreut zur Kenntnis nehmen, dass etliche Bauvorhaben in Kolbermoor noch in diesem Jahr zum Abschluss kommen werden. Und schöner noch: Bei den Bauabschnitten, über deren Vergabe der Ausschuss zu entscheiden hatte, konnten die vorab veranschlagten Kosten fast durchweg und zum Teil sogar deutlich unterschritten werden. Die Auftragsvergabe erfolgte deshalb bei allen Bauvorhaben einstimmig.

Rund 210000 Euro
weniger als geplant

So liegen zum Beispiel beim naturnahen Kindergarten in der Hölderlinstraße die Angebote um gut 214000 Euro unter den geplanten Kosten: Von 929436 Euro ging man in der Planung aus, bei 715089 Euro wird man nach den Angeboten für das erste Ausschreibungspaket landen. Positiv auch: Für die Fundamentlegung der kleinen Holzhäuser, die wegen des Seeton-Untergrundes schwierig ist, hat man jetzt die wohl optimale Lösung gefunden. Die Fundamente werden nicht „schwimmend“ in den Untergrund eingebettet, sondern bestehen aus einzelnen „Stelzen“, auf die Stahlträger gesetzt werden.

Diese Stelzen werden allerdings nicht in den Boden gerammt, was man schon zu Beginn der Planungen wegen des damit verbundenen Lärms und den Erschütterungen verworfen hatte. Sie ähneln, wie Bürgermeister Peter Kloo erläuterte, vielmehr überdimensionalen Spaxschrauben von mehr als zweieinhalb Metern Länge, die erschütterungsfrei und ohne große Lärmbelastung in den Untergrund geschraubt werden können. Das positive Ergebnis: Man spart sich nicht nur den bei einem schwimmenden Fundament nötigen Aushub, die jetzige Lösung ermöglicht auch einen nachträglichen Höhenausgleich, falls sich ungleichmäßige Setzungen ergeben sollten. Nach derzeitigem Stand steht der Eröffnung des naturnahen Kindergartens rechtzeitig zum kommenden Kindergartenjahr also nichts im Weg.

Auch bei der Sanierung der ehemaligen Sankt-Anna-Apotheke ist man gut im Zeitplan. Die Rückbauarbeiten sind bereits abgeschlossen, jetzt geht es an die Wiederherstellung innen und außen. Und auch hier konnte die dafür veranschlagte Summe von gut 430000 Euro deutlich unterschritten werden, nach den Angeboten werden nur 365000 Euro, also etwa 15 Prozent weniger, benötigt.

Mit der Fertigstellung rechnet man zum Jahresende, voraussichtlich im Frühjahr 2022 wird dann die Gestaltung des Übergangsbereiches Richtung Heimatmuseum in Angriff genommen werden: das ganze Ensemble zusammen mit Bahnhof und Museum dann ein echtes Schmuckstück für Kolbermoor.

Bis zum Jahresende abgeschlossen sein wird auch die Sanierung der Feuerwache, im jetzt anstehenden Bauabschnitt geht es bereits um die Fassadenverkleidung. In einem ähnlich weiten Stadium befindet sich die Sanierung der Wohngebäude an der Von-Bippen-Straße, hier steht neben Bodenlegearbeiten vor allem der Verputz an. So wie es derzeit aussieht, werden die neuen Wohnungen noch im Sommer bezogen werden können. Auch bei diesen beiden Projekten liegen die derzeitigen Bauabschnitte unter den vorab hochgerechneten Kosten.

Ebenfalls noch in diesem Sommer bezugsfertig sollen die Wohnungen im neuen Wohn- und Geschäftshaus an der Rosenheimer Straße beim Rathaus sein. Voraussichtlich zu Anfang des nächsten Jahres wird dann auch der Gastronomiebetrieb im Erdgeschoss eröffnen.

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