Nachruf

von Redaktion

Kolbermoor/Feldkirchen – Als achtjähriger Bub kam Hans Heinold mit seinen Eltern, seiner Schwester und seinem Bruder nach Kolbermoor. Die Familie war vertrieben worden aus der sudetendeutschen Heimat, bettelarm und ohne Wohnung. Zusammen mit vielen anderen wurde sie im Mareis-Saal in Kolbermoor einquartiert. Sieben Monate später wurde den Heinolds eine Zwei-Zimmer-Wohnung zugeteilt. Nach den Eltern – sie starben 1976 und 1981 – ist jetzt auch Hans Heinold im Alter von 83 Jahren verstorben.

Mit „Zusammenhelfen, Fleiß und Arbeit“ kann der weitere Weg der Familie überschrieben werden. Schon 1956 konnte sie das Haus an der Brückenstraße in Kolbermoor kaufen, eine Tankstelle eröffnen und eine neue Auto-Reparatur-Werkstätte errichten. Hans Heinold als Junior-Chef konnte seine Pläne verwirklichen.

Zusammen mit fünf Freunden aus dem damaligen Landkreis Bad Aibling besuchte er 1962 in München die Schule für Kraftfahrzeugmechaniker, alle sechs bestanden die Meisterprüfung.

1963 läuteten die Hochzeitsglocken, Hans Heinold führte Thea Stadler, eine Feldkirchnerin, zum Traualtar. Die Söhne Peter und Alexander kamen auf die Welt, zur Familie gehören auch fünf Enkel. Hans Heinold hat im Alten Friedhof in Kolbermoor seine letzte Ruhestätte gefunden. Manfred Merk

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