„Die Lage ist entspannt“

von Redaktion

Verwaltung stellt Kita-Bedarfsplanung vor – 2024/25 Einrichtung auf Spinnereigelände

Kolbermoor – Wie viele Krippen- und Kindergartenplätze die Kommune zukünftig benötigt, soll die Bedarfsplanung ergeben. In Kolbermoor wird so eine Maßnahme seit 2014 durchgeführt. Geschätzt werden muss bei dieser Vorgehensweise beispielsweise: Wie stark ist die Nachfrage? Wie verändert sich die Bevölkerungsstruktur? Wie wirken sich Neubaugebiete aus? Wie entwickelt sich der Bedarf an Integrationsplätzen. Jetzt stellte Elisabeth Kalenberg, geschäftsführende Beamtin der Stadt, die Planung vor – bis 2024. Gleich vorweg: „Wir sind entspannt“, sagte Kalenberg bei der Stadtratssitzung in der Pauline-Thoma-Schule. Sie präsentierte dem Gremium jede Menge Zahlen.

Auf der Suche
nach einem Namen

Derzeit gibt es in der Mangfallstadt 182 Krippenplätze, 2022 gibt es 170. Was die Kindergartenplätze angeht, beziffert Kalenberg die bestehenden Plätze 2021 auf 725, 2022 auf 700. Beim Kinderhort sind es 45. Sie gab auch einen Rückblick: Binnen der letzten zwölf Jahre habe die Kommune 14 neue Krippengruppen geschaffen sowie neun neue Kindergartengruppen. Weitere sind in Planung: Einrichtung an der Grubholzer Straße, Naturnaher Kindergarten an der Hölderlinstraße sowie 2024 der Kauf eines schlüsselfertigen Objekts in der Spinnerei – im Gebäude C1“ (wir berichteten). Auch die Auslastung (Stand Februar 2021) hatte Kalenberg parat: In den Krippen sei sie bei rund 97,5 Prozent – vier Plätze seien übrig. In den Kindergärten läge sie bei etwa 94,5 – 32 Plätze sind nicht belegt. Beim Hort gibt es einen freien Platz.

Sie sprach zudem die Situation der Kinderkrippe Holzwürmchen an: Für das Objekt Holzwürmchen scheint der Eigentümer noch keinen neuen Träger gefunden zu haben, erklärte sie. Die Holzwürmchen sollen im Herbst in die neue Einrichtung an der die Grubholzer Straße umziehen und werden sich – nach aktuellem Stand – dann Wollmäuse nennen. Dagmar Levin (SPD) merkte an, den Namen Wollmäuse noch mal zu überdenken – „das ist doch Dreck“, sagte sie. Das habe man seitens der Verwaltung auch angeregt, aber das habe der Träger so entschieden, hieß es.

Leonhard Sedlbauer (CSU) lobte, dass man bei der Bedarfsplanung „nicht nur in den Himmel“ geschaut, sondern „sauber gearbeitet habe“. Dem schloss sich auch Dieter Kannengießer Parteifreie Kolbermoor) an. Er erklärte auch: „Bisher haben wir immer Lösungen gefunden.“ Er sprach den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter ab 2025 an: „Das ist eine extreme Situation“, sagte er. Denn Kalenberg hatte für 2025 vorgerechnet, dass zusätzlich 222 Plätze fehlten – neun Gruppen.

„Keine
Kaffeesatzleserei“

Andrea Rosner (Grüne) wies daraufhin, dass die geplante Einrichtung im Gebäude C1 an der Conradtystraße mit möglichst vielen Plätzen ausgestattet werden solle. Seitens der Verwaltung hieß es, dass dort zwei Krippen- sowie zwei Kindergartengruppen unterkommen. Summasummarum: „Nach der derzeitigen Planung fehlen 2022 und 2023 je eine Krippen- und eine Kindergartengruppe. Mit dem geplanten Kauf einer Kita in der Spinnerei 2024/2025 tritt Entspannung ein“, so Kalenberg. Die Maßnahmen seitens der Stadt dienten unter anderem der „Sicherung von Grundstücken für künftigen Bedarf“.

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