Elmar Meyer und seine Mitarbeiterin Andrea Schuster.
Kolbermoor – Zwei Corona-Schnelltest-Zentren gibt es in Kolbermoor: eines im Bahnhof, eines an der Brückenstraße. Seit rund drei Wochen werden dort für die Kolbermoorer kostenlose Corona-Schnelltests angeboten. Die Nachfrage ist groß. Über 400 Bürger haben sich bereits testen lassen.
Zwei Personen mit
positivem Ergebnis
Start für das Team der Mangfall-Apotheke war am Dienstag, 23. März – seither wurden fünf Corona-Test-Termine angeboten. Bisher haben sich 250 Kolbermoorer einem Test unterzogen, bilanziert Apotheker Florian Nagele. Bei zwei von ihnen sei das Ergebnis positiv gewesen. Sie gingen in häusliche Quarantäne – und alles nahm seinen Lauf, so Nagele.
Zwei Termine
im Bahnhof
„Die Nachfrage ist groß“, sagt er, „wir sind immer ausgebucht.“ Deshalb überlegt er auch, weitere Termine anzubieten – bisher sind es zwei Termine à drei Stunden. Um weitere Termine anbieten zu können, müsse aber noch eine Mitarbeiterin geschult werden – „andernfalls reichen unsere Kapazitäten nicht aus“, erklärt der Apotheker, der derzeit die Tests alleine vornimmt.
Nagele testet im Erdgeschoss des Kolbermoorer Bahnhofs. Den Raum, der sonst beispielsweise von der Volkshochschule genutzt wird, habe ihm die Stadt zur Verfügung gestellt. „Er ist perfekt und groß genug“, so Nagele. „Zu einer Tür kommen die Bürger rein, durch eine andere verlassen sie das Zimmer“, erklärt er das Einbahnstraßenprinzip im Testraum des Bahnhofs.
Interesse am
Vormittag enorm
Drei Tage später, am 26. März, startete Elmar Meyer, Inhaber des Therapiezentrums an der Brückenstraße, die Schnelltests für Kolbermoorer anzubieten. Inzwischen hat er sein Angebot – zu Beginn zweimal die Woche – erhöht: „Wir testen jetzt auch dienstags und donnerstags.“
Die Nachfrage sei groß: Und hat er zu Beginn freitags und samstags bis 18 Uhr getestet, hat er mittlerweile schon festgestellt, dass die Bürger vormittags und am frühen Nachmittag lieber getestet werden wollen.
Karsamstag
Bedarf groß
Bei ihm waren bisher 150 Kolbermoorer, die sich ein Stäbchen in die Nase haben stecken lassen.
Der meist frequentierte Tag war der Karsamstag: „Da hatten sich 70 Personen angemeldet. Viele wollten an diesem Tag sicherlich zu Verwandten fahren“, so Elmar Meyer. Im Therapiezentrum an der Brückenstraße werden in einem Raum die Tests durchgeführt, in dem anderen werde ausgewertet – binnen 20 Minuten habe der Bürger das Ergebnis. Bei ihm gab es bisher keine positiven Fälle.