Rosenheim – Einstimmig votierten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses während ihrer jüngsten Sitzung für die Beschlussempfehlung des Konzepts an den Rosenheimer Stadtrat. Der müsste Rosenheims Verwaltung die veranschlagten Kosten von 285000 Euro genehmigen.
In der Veranstaltungsreihe sind verschiedene Vorschläge aus den Reihen der Fraktionen enthalten. Darunter ein Beachvolleyballfeld auf der Loretowiese – eine Idee von Christ- und Sozialdemokraten.
Auch andere Aktionen sollen im Baukastenprinzip in die Gesamtveranstaltung miteinfließen, darunter „Rosenheim blüht auf“. Davon verspricht sich die Stadt, einfacher improvisieren zu können, sollte sich das Infektionsgeschehen bis zum Sommer wider Erwarten nicht weitestgehend beruhigt haben.
Förderung durch
Stadt und Sponsoren
Das Rosenheimer Kulturamt verfolgt mit dem diesjährigen „Sommer in Rosenheim“ ein Ziel: Die Kulturschaffenden sollen der Stadt nach dem hoffentlichen Ende der Corona-Beschränkungen wieder Leben einhauchen. In der Behördensprache: die „Wiederbefähigung“ etablierter Veranstalter. Neben der Stadt sollen auch Sponsoren die Teilnehmer bei ihren Projekten finanziell unterstützen.
Herzstück der Veranstaltungsreihe bilden die Angebote der hiesigen Vereine. Vor allem die Konzerte erstrecken sich über den gesamten Zeitraum von Juni bis Ende August. Der Kulturförderverein „Le Pirate Rosenheim“ veranstaltet wöchentlich von Donnerstag bis Samstag Jazzkonzerte auf dem Max-Josefs-Platz zwischen der Sankt-Nikolaus-Kirche und dem Pfarrzentrum.
Bei der Aktion „PopUp-Kultur“ vergibt das Rosenheimer Kulturamt gemeinsam mit dem Kunstverein Rosenheim und den „Vielfaltsgestaltern Rosenheim“ drei Stipendien an Künstler, die Leerstände in der Stadt wieder zum Leben erwecken sollen. Konkret: Die Künstler haben in den leeren Geschäftsräumen die Möglichkeit, den Rosenheimern und Besuchern einen Einblick in ihre Arbeit zu gewähren. Auch Theater gehört zum diesjährigen „Sommer in Rosenheim“. Insgesamt zwölfmal steht ein Ensemble des Vereins „INNszenierung“ mit einer von vier Produktionen auf der Bühne. Schauspieler aus den Reihen der Schüler am Rosenheimer Ignaz-Günther-Gymnasium und junge Studenten geben unter anderem „Der kleine Prinz“, „Kosmetik des Bösen“ und „Die Schachnovelle“ zum Besten. Das Ganze in der Zeit vom 20. Juli bis zum 1. August im Theatersaal des Rosenheimer Künstlerhofs.
Bei der Aktion „Rosenheim blüht auf“ sollen nicht nur Blumenkübel verschiedene Flächen im Rosenheimer Stadtgebiet schmücken. Ebenso will die Stadt Liegebänke aufstellen, darunter auf dem Ludwigsplatz, dem Max-Josefs-Platz und dem Riedergarten.
Um Besucher in die Stadt zu locken, plant Rosenheim zudem an acht Samstagen im Zeitraum von Juni bis August kostenfreies Parken auf städtischen Flächen.