Steinmetze sorgen für sicheren Stand des Kinis

von Redaktion

Sockel für König-Ludwig-Denkmal an der Haßlerstraße wird jetzt restauriert

Kolbermoor – Der Monarch ist derzeit zwar noch „unpässlich“ und weilt zur Aufarbeitung im Atelier der „Haber und Brandner – Metallrestaurierung“ in Regensburg, aber an seinem Standort in der Grünanlage an der Haßlerstraße in Kolbermoor wird seit Anfang der Woche umfangreich gewerkelt.

56 Jahre lang stand der Kini auf seinem steinernen Sockel gegenüber der Feuerwache – fest verankert mit beiden Beinen. Kein Wetter konnte der lebensgroßen König-Ludwig-Statue in dieser Zeit etwas anhaben. Bis zum März 2019: Eine heftige Sturmböe fegte bei einem Unwetter den Bronze-Kini von den vulkanischen Tuffstein-Blöcken; beim Aufprall wurde der Kopfbereich heftig verformt (wir berichteten). Jetzt sind Steinmetze dabei, den Denkmal-Sockel zu restaurieren. „Diese Arbeiten hatte der Stadtrat an den Natursteinbetrieb Franke aus Rott am Inn vergeben“, sagte Jürgen Halder vom städtischen Bauamt dem Mangfall-Boten auf Anfrage. Wie berichtet, hatte das Gremium beschlossen, die König-Ludwig-Statue am alten Standort zu belassen. „Deshalb muss der alte Sockel wieder hergerichtet werden. Das Naturstein-Podest wird jetzt gereinigt, lose Steine werden entfernt, offene Stellen und Fugen wieder verfüllt und zwei größere Fehlstehlen, also ausgebrochenes Steinmaterial, ersetzt.“ Die entsprechenden Profilstücke werden laut Halder herausgeschnitten, zwei vorgefertigte Blöcke eingesetzt und anschließend entsprechend angeglichen.

Halder: „Es wird aber noch einige Wochen dauern, bis das Ersatzmaterial ausgehärtet ist und der Kini dann wieder einen sicheren Stand hat.“

Ulrich Nathen-Berger

Kini über 110 Jahre präsent

Am 19. September 1909 wurde die nahezu lebensgroße Statue von König Ludwig II. an der damaligen Von-Bippen-Straße – dem heutigen Karl-Daniels-Platz – enthüllt. Das Denkmal war das erste für den König, das außerhalb Münchens errichtet wurde. Der 1902 in Kolbermoor gegründete „Verein zur Errichtung eines König-Ludwig-Denkmals“ – mit dabei waren Schützenvereine sowie auswärtige Veteranen- und Kriegervereine – sammelte zur Realisierung Geld bei Industriellen und Militärs. Mit der Erhebung Kolbermoors zur Stadt im Jahr 1963 wurde der Kolbermoorer Kini an die Haßlerstraße verlegt.

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