Kolbermoor – Jetzt geht es in puncto Fernwärme weiter: Unterhalb der Fußgängerbrücke auf Höhe des Karl-Daniel-Platzes werden weitere Rohre angebracht, um die Wärmeversorgung der Stadt Kolbermoor zu sichern. Denn diese Rohre – zwei für die Wärmeversorgung sowie eine Gasleitung– werden das Blockheizkraftwerk bei der Pauline-Thoma-Schule mit den Neubaugebieten nördlich der Mangfall im Conradtypark und im Spinnereigelände verbinden, erklärt Sebastian Ranner, Geschäftsführer der Innergie auf Anfrage des Mangfall-Boten. An der Leitungstrasse liegt auch das Innenstadtgebiet, das dadurch auch die Möglichkeit erhält, „umweltfreundliche Wärme zu beziehen.“
In diesem Bereich können die Rohre nicht unterhalb des Kanals verlegt werden, da hier die Voraussetzung für eine Spülbohrung nicht gegeben ist, so Ranner weiter. Deshalb werden sie quasi unter der Brücke befestigt. Das eine Rohr transportiert das rund 85 Grad heiße Wasser vom Blockheizkraftwerk in den Norden der Stadt, das andere ist für den Rücklauf zum Blockheizkraftwerk vorgesehen. Dessen Wasser hat dann etwa eine Temperatur von 50 bis 60 Grad. Das gelbe Rohr, das bereits unterhalb der Brücke zu sehen ist, ist laut Sebastian Ranner eine Gasleitung.
„Diese dient der Ausfallsicherheit für die Gasversorgung nördlich der Mangfall, falls die bestehende Leitung nicht verfügbar ist.“
Bis zum Herbst soll die Verbindung zwischen Blockheizkraftwerk und den Neubaugebieten nördlich der Mangfall fertiggestellt sein und die derzeitige provisorische Wärmeversorgung von Conradtypark und Spinnereigelände umgestellt werden.
In der nächsten Woche rücken schwere Gefährte am Mangfallkanal an: Ein Kran hebt die schweren Rohre, die das Wasser transportieren, in die dafür vorgesehenen Halterungen an der Fußgängerbrücke, so Ranner. Ines Weinzierl