Martin Roith neuer Klimaschutzbeauftragter

von Redaktion

Rosenheimer vertritt Martin Korndoerfer – „In der Stadt wurde schon viel getan“

Kolbermoor – Das Auto lässt er stehen. Jeden Morgen steigt Martin Roith (30) aufs Fahrrad und fährt von Rosenheim zu seinem neuen Arbeitsplatz, dem Kolbermoorer Rathaus. Roith (30) ist der neue Klimaschutzbeauftragte der Stadt Kolbermoor. Für zwei Jahre vertritt er Martin Korndoerfer, der jetzt pausiert.

Kohlenstoffdioxid

einsparen

In den nächsten zwei Jahren hat er das Ziel, „am Ball zu bleiben“. An Stellschrauben drehen, wie und wo beispielsweise CO2 eingespart werden kann. Die Ziele der Stadt sind: 45 Prozent weniger CO2 bis 2035 auszustoßen, den CO2-Verbrauch um 45 Prozent zu reduzieren, den Strom möglichst aus regionalen regenerativen Energien zu gewinnen und den CO2–Ausstoß im Verkehr, um 35 Prozent nach unten zu schrauben. Dieses Vorhaben hat der Stadtrat 2015 im Klimaschutzkonzept verabschiedet. Und genau an dieser Umsetzung ist Roith nun beteiligt.

„In der Stadt
wird viel getan“

Und wie war es, plötzlich Klimaschutzmanager zu sein? „Ich bin auf einen fahrenden Zug aufgesprungen, da in Kolbermoor hinsichtlich dessen viel getan wird“, sagt er. Das und noch viel mehr hat er erfahren, als er die ersten Wochen an der Seite von Korndoerfer gesessen hat.

Als Beispiele nennt er die Heizungsoptimierung der rund 50 städtischen Liegenschaften, geplante Fotovoltaikanlagen sowie das „Kommunale Energiemanagementsystem“, das den Strom- und Wärmeverbrauch der Liegenschaften erfasst, erklärt Roith.

So sei beispielsweise das Rathaus in puncto Heizung und Kühlung CO2-neutral: Auch bei heißen Außentemperaturen sei es dort kühl – und das ohne Klimaanlage. „Grundwasser fließt durch die Decken und Böden“, erläutert Christian Poitsch vom Stadtmarketing.

Und die Abwärme von Textilservice Stangelmayer geht ans Rathaus: So wird das Gebäude beheizt. Studiert hat der Rosenheimer zunächst Geografie (Bachelor) in Augsburg, anschließend hat er seinen Master in „Klima- und Umweltwissenschaft“ gemacht. Ein Kommilitone bekam dann eine Stelle als Klimaschutzmanager in Haar bei München. „Das fand ich ein super spannendes Betätigungsfeld“, sagt er. Und so bewarb er sich – und bekam die Stelle im Kolbermoorer Rathaus, das er täglich mit dem Radl ansteuert.

So lässt sich CO2 einsparen

Klimaschutzmanager Martin Roith hat für die Kolbermoorer Tipps parat, um CO2 zu sparen: •Auch nach dem Ende des Stadtradelns weiter das Fahrrad und ebenso den Kolbermoorer Stadtbus nutzen.

•Saisonale und regionale Produkte verwenden.

•Das Potenzial des eigenen Hausdachs mit dem www.solarkataster-rosenheim.de für die solare Energieerzeugung ermitteln.

•Für die Internetrecherche eine Suchmaschine wie www.ecosia.org verwenden, welche Aufforstungsprogramme zur CO2-Kompensation unterstützt.

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