Endspurt beim Deichneubau

von Redaktion

Hochwasserschutz für die Pullacher Au – Arbeiten sollen im Herbst abgeschlossen sein

Pullach – Zum Schutz des Wohngebietes „Pullacher Au“ wird derzeit im Rahmen der Hochwasserschutzmaßnahme „Kolbermoor BA 6“ ein etwa 650 Meter langer und zwischen zwei und 2,50 Metern hoher Deich errichtet (wir berichteten).

14000 Kubikmeter
Kies aufgeschüttet

„Für ihn wurden etwa 14000 Kubikmeter Kies aufgeschüttet und verdichtet“, erklärt die verantwortliche Projektleiterin des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim, Baurätin Iris Reitinger-Eß, dem Mangfall-Boten. Zur zusätzlichen Stabilisierung wurde der Deich mittels des „Fräs-Misch-Injektionsverfahrens“ mit einer sogenannten „Erdbetonwand“ als Innendichtung verstärkt. Dabei wird der Damm in der Mitte von einem Spezialgerät mit einer sechs Meter langen „Monster-Kettensäge“ vertikal aufgeschlitzt und das dabei gelockerte Kiesmaterial mit einer Betonsuspension vermischt.

Stahlträger
im Deichschlitz

In diesen „Deichschlitz“ wird anschließend per Bagger ungefähr alle drei Meter ein Doppel-T-Stahlträger senkrecht „implantiert“. Die Fläche der Erdbetonwand, in die etwa 100 Tonnen Stahlträger eingesetzt wurden, beträgt insgesamt etwa 3600 Quadratmeter. Den Abschluss der Deicharbeiten, die im Zeitraum Oktober/November 2021 beendet sein sollen, bilden dann die Fertigstellung des Deichweges und der Böschungen.

In der Zwischenzeit läuft die Ausschreibung für den zweiten Schwerpunkt der Hochwasserschutzmaßnahme. Dabei wird entlang der Umgehungsstraße (ST 2078) vom Deichende in Richtung Willing eine rund 600 Meter lange Spundwand-Barriere errichtet. Der Baubeginn für diese Aktion ist laut Iris Reitinger-Eß für den Herbst 2021 vorgesehen.

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