Raummodule sind bereit für Kubus

von Redaktion

Meilenstein bei Kita-Bau an Grubholzer Straße – Einrichtung soll im September fertig sein

Kolbermoor – In dieser Woche fuhren täglich mehrere Lastwagen durch Kolbermoor. Das ist eigentlich nichts Besonderes. Aber sie hatten alle das Gleiche geladen und alle hatten das gleiche Ziel. Zum einen transportieren sie Raummodule, die an Container erinnern, aber mit ihnen rein gar nichts gemein haben. Zum anderen fuhren sie alle zur Grubholzer Straße. Denn aus den 36 Modulen soll die neue Kita an der Grubholzer Straße entstehen. „Das ist jetzt wirklich ein Meilenstein“, sagt Jörg Reinheckel, der für den Bau seitens der Stadt verantwortlich zeichnet.

Elemente werden
zu einer Einheit

In den nächsten Wochen werden die einzelnen Module, die aus Stahlskeletten bestehen, zu einem Kubus zusammengefasst, sodass am Ende die Einrichtung für die Kinder entsteht. Im Vorfeld wurden auf der Fläche an der Grubholzer Straße, die die Stadt für fünf Jahre gepachtet hat, die Vorarbeiten geleistet: Strom, Abwasser, Telefonleitungen und Fernwärme.

Obendrein wurden die Fundamente für das Haus gelegt: In bestimmten Abständen wurden Betonschalsteine in die Erde gelassen. Auf sie werden dann die Ecken der Module gestellt – „es sieht aus wie ein Raster“, erklärt Reinheckel. Darauf wird das Erdgeschoss gesetzt, darauf die erste Etage. Alle Module werden miteinander verbunden. „Dann nimmt man es als Einheit wahr.“ Quasi wie bei Legosteine auf Stein.

Die Module sind in ihrer Größe unterschiedlich: drei Meter breit, sechs Meter lang, 3,50 Meter breit und neun Meter lang. Das hängt davon ab – was sie beherbergen. Ein Treppenhaus kommt zum Beispiel ins große Modul. Diese Arbeiten sollen in den nächsten Wochen vonstatten gehen. Und wenn alles nach Plan läuft, sollen die Kinder im September einziehen können. Bevor das passiert, muss noch der Innenausbau vollbracht werden: Boden, Waschbecken, Mobiliar.

Derzeit werden auch schon die Außenanlagen hergerichtet, so Reinheckel. So wurde beispielsweise der Spielplatz angelegt. Das ist unüblich, dass es während des Baus passiert, aber die Zeit drängt. Ansonsten sei man aber im Zeitplan. Und das, obwohl auch dieses Projekt von der „Materialnot“ betroffen ist. Denn Holz und Stahl sind auch hier nötig – und rar. Denn die Fassade soll ja aus Holz sein. Trotzdessen ist Reinheckel optimistisch: „Wir sind guter Dinge, dass wir pünktlich zum Kindergartenjahr fertig sind.“ Binnen Stadtratsbeschluss und Fertigstellung liegen rund fünf Monate. Das ist ja sehr schnell, oder? „Es ist eine effektive Bauweise, die aber eine große, genaue Planung benötigt“, so Reinheckel.

74 Kinder
sollen einziehen

74 Kinder sollen hier einziehen. Eine Krippe und zwei Kindergartengruppen können untergebracht werden. Rund 2,9 Millionen Euro kostet die Kita. Bei dieser Bauweise ist es möglich, sie abzubauen und an anderer Stelle wieder aufzubauen.

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