Experte testet Standfestigkeit

von Redaktion

Grabsteine auf Kolbermoorer Friedhöfen

Kolbermoor – Jetzt wurden die rund 2000 Grabsteine auf den Kolbermoorer Friedhöfen ob ihrer Standfestigkeit geprüft. Vor Ort war Lothar Mathias, Mitarbeiter des Sachverständigenbüros Becker & Weißbach aus Gießen. Mathias kontrollierte jeden Grabstein: „Sie müssen zwei Sekunden lang 300 Newtonmeter Druck aushalten“, erklärt Mathias die Vorgehensweise. Klappt das, geht er zum nächsten Grabstein und testet von vorne.

Bewegt der Grabstein sich, klebt er einen Aufkleber daran. Dieser Grabstein wird dann fotografiert und nachdem die Arbeiten fertig sind, schickt er eine CD an die Stadt. Darauf ist aufgelistet, welche Grabsteine wackeln. „Dann wendet sich die Stadt an die Eigentümer“, so Mathias.

1000 Kilogramm
als Gefahr

Eine sichere Standfestigkeit sei wichtig, denn er erinnert sich an eine Schlagzeile in Köln: „Kind von Grabstein erschlagen“, erzählt der Experte. Denn die Grabsteine können bis zu 1000 Kilogramm wiegen, die meisten eine halbe Tonne, erklärt er. In Kolbermoor sind die meisten Grabsteine fest verankert. Nur eine Handvoll der Steine habe Mathias mit einem Aufkleber versehen, erklärt er nach den Arbeiten auf den beiden Friedhöfen. iw

Artikel 4 von 8