Kolbermoor – Die rund zwei Kilometer lange Schlarbhofener Straße wird derzeit saniert. Zumindest der erste rund 450 Meter lange Abschnitt. Eigentlich sind Straßensanierungen nichts Besonderes, aber in diesem Fall wird „ein neues Verfahren angewandt“, erklärt Jürgen Halder vom Bauamt. Und das heißt: Dass der bestehende Belag gleich an Ort und Stelle quasi recycelt wird.
Am Oberwöhr
ausprobiert
Nach der Bodenanalyse wurde die Oberfläche abgefräst – „aber nicht abtransportiert“, so Halder. Denn zum abgefrästen Belag wird ein Bindemittel gegeben und dann wird es wieder verwertet – auf derselben Fläche. Das härtet dann aus. Obendrein wird die Straße zu beiden Seiten hin etwas abgeflacht, damit das Regenwasser ins Bankett abfließen kann, erklärt Jürgen Halder.
Abschließend wird eine etwa zehn Zentimeter dicke Asphalttragdeckschicht aufgetragen. Ab dieser Woche wird die Stelle am Bankett noch mit Mineralbeton versehen, damit von dort kein Wasser eindringen kann.
Bevor die Stadt Kolbermoor dieses Verfahren jetzt an der Schlarbhofener Straße angewandt hat, „haben wir das Verfahren teilweise Am Oberwöhr in der Aiblinger Au ausprobiert“, erklärt Halder. Über zwei, drei Jahre habe man dann beobachtet, wie sich dieses Verfahren auf die Straße auswirkt. Das Ergebnis: „Sehr gut.“
Und deshalb habe man sich dazu entschieden, dieses Verfahren auch an der Schlarbhofener Straße anzuwenden. Denn die Vorgehensweise ist nicht bei jeder Straße möglich, so Halder. „Nur dort, wo es beispielsweise keinen Bürgersteig gibt.“ Kurz: Wo auch die Straßenränder nicht eingefasst sind. Die restlichen etwa 1,6 Kilometer der Straße sollen dann in den beiden kommenden Jahren angegangen werden. Die Kosten für den ersten Abschnitt belaufen sich auf etwa 60000 Euro.