Kolbermoor – Abstand einhalten, einheitliche Laufrichtung, Ein- und Ausgang, keine Bühne: Der Christkindlmarkt in Kolbermoor findet mit Einschränkungen statt – Stand heute. Das hatte der Kolbermoorer Gewerbeverband schon vor einigen Wochen entschieden (wir berichteten). Jetzt steht auch das Regelwerk, das der Vorsitzende Giacomo Anzenberger mit weiteren Mitgliedern des Vereins auf den Weg gebracht hat.
Kolbermoorer
üben Kritik
Es ist ein vierseitiges Konzept, das das Team ausgearbeitet hat. Schließlich ist Corona, die Zahlen schnellen nach oben. Und daher musste der Gewerbeverband als Veranstalter ein Regelwerk erarbeiten, das jetzt fertig ist. Das ist gespickt mit Bestimmungen – „und die müssen eingehalten werden“, so Anzenberger. Und die Genehmigung seitens des Ordnungsamtes ist in Arbeit, sagt Leiter Thomas Rothmayer. Somit kann es losgehen. Anfang übernächster Woche bauen die Bauhof-Mitarbeiter die Häuschen auf.
Areal wird
nicht eingezäunt
Trotz der ganzen Regeln ist Anzenberger froh, dass der Markt stattfindet. Das sieht aber nicht jeder so. „Ich bekomme viele Anrufe von Kolbermoorern, die sagen ,ihr spinnt wohl, dass ihr den Markt macht“, sagt er. Aber davon lassen sich er und die Mitglieder des Gewerbeverbandes nicht beirren. Eines gleich vorweg: Eingezäunt wird das Areal vor der Musikschule nicht. Aber es soll eine „bestimmte Laufrichtung über den Markt geben“, erklärt der Vorsitzende.
Das bedeutet: An der Musikschule soll der Eingang sein, gegen den Uhrzeigersinn sollen die Besucher dann über den Markt schlendern. Ausgang soll dann an der Kirche sein.
Oberste Prämisse: Abstand halten – 1,50 Meter müssen eingehalten werden, obendrein sollen keine Besucher kommen, die Krankheitssymptome aufweisen, erklärt Anzenberger. Und wer kontrolliert das? „Wir appellieren an die Vernunft der Besucher“, sagt er. Darüber hinaus sei er aber auch noch mit der Polizei im Gespräch, ob beispielsweise die Sicherheitswacht mit- kontrollieren könne. Anzenberger denkt auch darüber nach, bei der Feuerwehr nachzufragen, ob sie mitkontrollieren könne, aber das stehe noch nicht exakt fest, sagt er.
Eine Bühne wird es heuer auch nicht geben, denn man sei bemüht, dass es quasi keine Menschenansammlungen gibt.
Deshalb gibt es heuer auch keine Heizpilze, keine Stehtische und keine Pavillons.
Und darüber hinaus wurde auch die Anzahl der Stände auf 20 reduziert. Vier davon schenken Glühwein und Punsch aus, so Anzenberger. Diese vier werden „ausschließlich von Vereinen betrieben“. Das war Anzenberger wichtig, „da die Vereinskassen leer sind.“ Mit dabei sind die Feuerwehren Kolbermoor/Pullach, die Abteilungen Fußball und Ski vom SV-DJK sowie der Trachtenverein „d’Mangfalltaler“.