Schüler gestalten jedenTag ein neues Fensterchen

von Redaktion

Adventskalender an der Glasfront der Pauline-Thoma-Schule

Kolbermoor – Christkindlmärkte fallen Corona zum Opfer, auch Advents- und Weihnachtsfeiern. Um dennoch etwas gemeinsames auf den Weg zu bringen, hat sich Markus Rinner, Rektor der Pauline-Thoma-Schule in Kolbermoor, dazu entschieden, erstmals eine groß angelegte Adventskalender-Aktion umzusetzen.

24 Zettel an
der Glasfassade

24 nummerierte Zettel hängen an der großen Glasfront des Schulhauses. Bisher sind es lediglich weiße Zettel mit einer schwarzen Nummer darauf – 1 bis 24. So soll der Kalender allerdings nicht bleiben. Denn jeden Tag gestaltet eine Schulklasse – jeden Tag eine andere – samt ihrem Lehrer ein Türchen, beziehungsweise ein Fensterchen. Heute, am 1. Dezember, geht es los.

„Ich weiß selbst nicht, was geplant ist“, sagt Rektor Rinner, der sich gemeinsam mit Kollegen bei einer „Pädagogischen Konferenz“ überlegt hat so eine gemeinsame Aktion auf den Weg zu bringen. „Wir haben uns gefragt, was wir gemeinsam in der Adventszeit machen können.“ Das Ergebnis: Ein Kalender, an dem jeder Schüler beteiligt ist, denn die Pauline-Thoma-Schule hat 24 Klassen mit insgesamt 330 Schülern.

Eine gemeinsame Sache für die Schulfamilie in der Adventszeit im Schatten von Corona. Denn eigentlich ist in der Vorweihnachtszeit jede Menge an der Schule geboten: Der Nikolaus kommt und besucht die einzelnen Klassen. An seiner Seite eine Lehrkraft und zwei Schüler als Engelchen – „das geht heuer nicht und muss abgesagt werden“, so Markus Rinner.

Als nächstes findet auch das „Adventliche Zusammensein“ nicht mehr statt. Bei dieser Veranstaltung kommen alle Schüler in die Aula, hören gemeinsam Weihnachtslieder oder es wurden auch schon Fußballturniere organisiert. Auch das muss entfallen.

Plätzchen essen mit
1,5 Meter Abstand

Und auch, ob die „gemeinsamen Adventsfrühstücke“ stattfinden können, fragte ihn kürzlich einer seiner Schüler. Diese Aktionen finden immer am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien statt. „Erlaubt ist jetzt nur, dass alle mit 1,5 Meter Abstand Plätzchen essen und zu diesem Zweck die Maske abnehmen. Um die Abstände aber gewährlisten zu können, eignen sich laut Rinner nur zwei Klassenzimmer, die dafür groß genug sind.

Artikel 3 von 4