Zuhause auf Zeit für die Zwergerl

von Redaktion

So schaut die neue BRK-Krippe an der Rosenheimer Straße aus

24 Kinder sollen ab September in der neuen BRK-Krippe „Rotkreuzzwergerl“ betreut werden. Katrin Nowosad (links) und Martha Wudy kümmern sich im Augenblick um vier Schützlinge. Die Zahl wird sukzessive aufgestockt. Fotos Weinzierl

Kolbermoor – Hereinspaziert! Seit Mitte Februar ist in der Kinderkrippe an der Rosenheimer Straße 78a wieder Leben: Kinderlachen erfüllt die Räume, wenn auch bisher nur ganz leise. Denn bisher werden lediglich vier Kinder in der neuen BRK-Krippe „Rotkreuzzwergerl“ in Kolbermoor betreut. Aber die Anzahl der Knirpse wird ausgebaut – zwei Gruppen à zwölf Kinder sollen ab September täglich von 7 bis 15 Uhr betreut werden. Und das ist gut so: „Die Nachfrage ist groß“, sagt Leiterin Katrin Nowosad, da es schon im Januar seitens der Stadt hieß, dass man bereits Kinder für eine Platzvergabe habe.

Aber von vorne: Betritt man den eingeschossigen Holzbau, steht man zunächst im Flur. Links ist die Garderobe der Knirpse. Und es hängt sogar noch ein Kästchen an der Wand auf der „Holzwürmchen“ steht. Richtig. Sie waren hier bis zum Sommer untergebracht. Wegen eines Besitzerwechsels mussten die Holzwürmchen ausziehen und die Stadt Kolbermoor brachte eine neue Kita an der Grubholzer Straße auf den Weg. Aus den Holzwürmchen wurden die Wollmäuse (wir berichteten).

Neuer Träger
zum Jahreswechsel

Seit 1. Januar hat das BRK die Trägerschaft der neuen Krippe „Rotkreuzzwergerl“ an der Rosenheimer Straße. Seither ist auch die Leiterin Nowosad vor Ort. Denn obwohl für die Räumlichkeiten bereits eine Betriebserlaubnis vorhanden war, gab es viel zu tun: „Es stand einfach soviel Organisatorisches an.“ Welche Kinder kommen wann? Wer liefert das Essen? Wer reinigt alles? Woher kommen die Möbel? Obendrein standen viele Arbeiten an: Rutsche und Schaukel im Garten auf Vordermann bringen, Türen und Rahmen erneuern.

Das ist mittlerweile alles unter Dach und Fach. Ein Gruppenraum ist bereits komplett eingerichtet. Beim anderen fehlt noch das Mobiliar. Und deshalb gibt es zunächst erst einmal eine Gruppe.

Nowosad hat Martha Wudy an ihrer Seite und zum 1. März kommt eine dritte Kraft – „dann sind wir vom Team her komplett“, sagt Nowosad. Die drei kümmern sich dann künftig um die beiden Gruppen. Gestartet sind Nowosad und Wudy mit vier Kindern: „Wir fangen langsam an“, erklärt die Leiterin. Derzeit kommen vier ein- bis dreijährige Kinder mit ihren Eltern – „auch ein Opa ist dabei“, so Wudy. Täglich sind sie von 8 bis 9.30 Uhr dort, um alles kennenzulernen. Und wie kommt die neue Krippe an? „Die Kinder lachen, wenn sie kommen. Sie fühlen sich wohl.“

Und ab nächster Woche gehen Mamas, Papas, Omas und Opas schon einmal eine halbe Stunde raus und dann wird geschaut, wie es läuft. Stück für Stück wird die Gruppe dann aufgestockt. Es folgen 14-tägig zwei weitere Kinder, erklärt Nowosad. Dann sei man ab Mai in der ersten Gruppe vollzählig. „Die Eingewöhnung ist die wichtigste Zeit“, erklärt Wudy, die zusätzlich Krippenpädagogin ist, „dadurch entsteht eine vertrauensvolle und enge Bindung.“

Die Kleinen haben einen großen Gruppenraum nach hinten raus – blicken auf den Garten und die Berge. Und ganz nah steht auch ein großer Bagger. Da gibt es viel zu schauen. Von ihrem Gruppenraum geht ein Schlafraum ab, ebenso wie auch die Toilette. Genau diesen Raum gibt es auf der anderen Seite – nur spiegelverkehrt.

„Familiär
und heimelig“

Was ist das Besondere? Was macht die Krippe aus? „Die Einrichtung ist eine der kleinsten in Kolbermoor. Und das macht sie so familiär, so heimelig“, so Nowosad. Obendrein soll es ein „teiloffenes Konzept“ geben. Das bedeutet, dass alle Kinder, wenn sie ab September vollzählig sind, gemeinsam in den Garten gehen – Blick auf die Berge inklusive – und gemeinsame Touren unternehmen. Dennoch soll jedes Kind dann seinen Stammerzieher haben, sagt Nowosad.

Und Rotkreuzzwergerl? Woher stammt der Name? „Er entstand durch die gemeinsame Entscheidung von Team und Träger“, so Nowosad. Und um im Zwergerl-Sprachgebrauch zu bleiben: Die Gruppen heißen weder Schmetterling noch Füchse. Vielmehr „Rote Zwerge“ und „Weiße Zwerge“.

Anmeldung noch bis 28. Februar

Bis 28. Februar können Eltern ihren Nachwuchs für einen Platz im kommenden Kita-Jahr 2021/2022 kontaktfrei anmelden. Der Voranmeldebogen wird noch bis einschließlich Montag, 28. Februar, auf der Homepage der Stadt zum Herunterladen bereitgestellt. Um eine kontaktlose Übergabe des Voranmeldebogens zu gewährleisten, haben Eltern und Erziehungsberechtigte die Möglichkeit, ihn von der städtischen Homepage herunterzuladen, auszufüllen und per Post an die Stadtverwaltung Kolbermoor, Rathausplatz 1, in 83059 Kolbermoor, per Fax unter 08031/920625 oder per E-Mail an kitas-schulen-jugend@kolbermoor.de an die Stadtverwaltung Kolbermoor zu schicken. Sollten Anmeldungen nach dem 28. Februar bei der Stadtverwaltung eingehen, werden diese auf die Warteliste gesetzt und nachrangig bearbeitet. Eltern, die für das Betreuungsjahr 2020/2021 noch keinen Platz erhalten haben und momentan auf der Warteliste stehen, müssen ihr Kind für das Betreuungsjahr 2021/2022 erneut anmelden, so die Stadtverwaltung. Wer sich über die Kinderbetreuungseinrichtungen in der Mangfallstadt informieren möchte, schaut ebenfalls auf der städtischen Homepage nach. Auch kann direkt mit den Einrichtungen Kontakt aufgenommen werden.

Artikel 3 von 6