Kolbermoor – Mittlerweile klafft ein großes Loch in der Ansicht: Denn die riesige Blutbuche am Karl-Daniels-Platz musste gefällt werden (wir berichteten). Im Februar war es dann soweit. Schon damals erklärte Jürgen Halder vom Bauamt, dass es einen Ersatz geben soll. Jetzt steht fest, welcher Baum dort anstelle der rund 60 Jahre alten Blutbuche gepflanzt wird. „Es handelt sich um einen Blauglockenbaum.“
Neupflanzungen
im Spinnereipark
Im März soll der neue Baum gesetzt werden. Aber nicht nur der: „Rund 15 Bäume werden in der Stadt nachgepflanzt“, sagt Chefgärtner Simon Reiter auf Anfrage des Mangfall-Boten.
„Am Schwimmbad beispielsweise ein Schlangenhautahorn“, erklärt er. Dort stand vorher ein junger Baum, dessen Wurzeln stark verfault waren – deshalb musste er weg. Ein Amberbaum nördlich der Tonwerkunterführung soll auch hinzukommen sowie eine Linde an der Von-Bippen-Straße. Dort war vorher eine Erle, die laut Reiter der Maßnahme „Verlegung der Fernwärmeleitung zum Opfer fiel.“ Und ein großer Schwung kommt in den Spinnereipark – nahe des Quellbachs.
Rund 15 Bäume werden gepflanzt – die Hälfte davon sind Ersatzpflanzungen, der Rest sind neue für den Spinnereipark. Darüber hinaus werden auch einige Bäume noch im Rahmen der Umgestaltung des Neuen Friedhofs ausgetauscht (siehe Kasten).
Aber zunächst soll eben der Blauglockenbaum am Karl-Daniels-Platz gepflanzt werden. Dort steht bereits ein Exemplar. „Auch am König-Ludwig-II.-Denkmal ist einer und nahe der Mittagsbetreuung an der Hasslerstraße“, so Halder. Der blühe im Frühling königsblau – ohne Blätter. Und wer den Baum nahe der Mittagsbetreuung in voller Blüte kennt, weiß, was Jürgen Halder meint. Der Baum wachse relativ schnell und werde sich gut einfügen.
Und warum kommt dort nicht wieder eine Blutbuche hin? „Die sind sehr empfindlich, die Wurzeln vertragen es nicht, wenn beispielsweise Kinder über den Rasen laufen“, erklärt er seine Entscheidung für den Blauglockenbaum. Schließlich sei der Platz stark frequentiert – auch im Hinblick auf den Mehrgenerationen-Spielplatz, so Halder weiter. Blutbuchen stehen in Kolbermoor beispielsweise auf dem Platz des Kriegerdenkmals an der Ludwigstraße. „Dort ist es ruhig. Ein Platz des Gedenkens.“ Die etwa 18 Meter große Blutbuche war krank, sie war von einem Pilz befallen, der das Holz zersetzt. Sie wurde seit Jahren beobachtet. 2018 wurde sogar ein Gutachten in Auftrag gegeben, ein weiterer Experte hinzugezogen. Das Ergebnis: Der Baum muss gefällt werden.