Absolventen der Meisterklasse stellen ihre Werke aus

von Redaktion

Professor Markus Lüpertz verteilt die Abschlussdiplome in der Akademie der Bildenden Künste

Kolbermoor 15 Absolventen der Meisterklasse Lüpertz und Schüler der Aufbauklasse freuten sich über die erreichten Ziele, die nun in einer Ausstellung in der Akademie der Bildenden Künste Kolbermoor zu sehen waren.

In den Ausstellungsräumen fiel ins Auge, dass es sich bei den Gemälden weitgehend um sehr große Formate handelt. So hat zum Beispiel das Gemälde von Isa Huss „Old Moorish Mosaic Floor“ eine Höhe von 2,6 Metern. Von ähnlicher Größe ist das Bild von Trixolina „Drei Weise aus dem Morgenland“. Kleinere Gemälde sind zu einer Serie gruppiert sowie die sechs Köpfe „Humans 1-6“ von Dr. Draga Kuzmanovic.

Die Geschäftsführerin der Akademie, Anna Eisner, erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass die beiden Klassen im Jahr 2018 und 2019 mit ihrem Studium begonnen hatten. Die Pandemie mit ihren Einschränkungen habe dann das Ende beider Kurse über die geplante Zeit hinausgezogen. Umorganisation sei nötig gewesen. „Genießen wir es doch, wieder unter Menschen zu sein und die hier dargebotene Auseinandersetzung mit der Kunst zu würdigen“, schloss sie ihre Begrüßung.

Professor Markus Lüpertz äußerte sich über die Individualität des Malens, das heute durch „ein Überangebot an Medienspektakeln an den Rand gedrückt“ wird. „Diese Schüler haben den Mut, gegen Jahrtausende Kunst zu malen, wohl wissend, dass es keine neue Kunst geben kann, nur neue Künstler“, führte er aus. Er gibt gerne zu, dass er von jedem seiner Kursteilnehmer etwas gelernt habe, zum Beispiel, sich einer Sache zu widmen, die garantiert erst einmal schiefgeht, aber dennoch weiter daran zu arbeiten. Im Anschluss verteilte er die Diplome. Jeder Studierende wurde durch eine individuelle Bemerkung ausgezeichnet. Auch seinen vier Assistenten widmete er Dank.

Einen Eindruck von der Zusammenarbeit lieferte die Meisterschülerin Astrid Trost. „Zunächst lernt man viel voneinander, aber irgendwann wird der Punkt erreicht, an dem man aus sich selber schöpfen kann“, führte sie aus. An Professor Lüpertz gewandt sagte sie: „Sie haben uns nicht nur den Blick für die Kunst, sondern auch den für die Seele der Künstler geöffnet.“ bö

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