Abtrieb von der Flötzinger-Alm

von Redaktion

Gastronomie an der Rosenheimer Straße schließt am Wochenende

Kolbermoor – Heute wird das letzte Wochenende der Flötzinger-Alm an der Rosenheimer Straße mit Steckerlfischen eingeläutet. Bis einschließlich Sonntag haben die Bürger noch die Möglichkeit, an diesem Ort Platz zu nehmen und verschiedene Schmankerl zu genießen.

Aus Notlösung wurde
Dauereinrichtung

Danach ist das Lokal Geschichte. Die Alm wird abgebaut, da sie wieder für verschiedene Veranstaltungen gebucht wurde, wie Manfred Werner von der Wirtsfamilie Werner erkärt. Die Familie führt die Flötzinger-Alm gemeinsam.

Nach der Demontage geht die Hütte wieder auf Tour. Denn das war bis vor der Corona-Pandemie die eigentliche Bestimmung der Alm: Sie kann für Volksfeste, Hochzeiten, Geburtstage und andere Veranstaltungen gebucht werden und wird am jeweiligen Ort auf- und wieder abgebaut.

Aber von vorne: Im Sommer 2020 wurde die Almhütte an der Rosenheimer Straße 47a eröffnet. Das war eigentlich aus der Not herausgeboren, da in der Corona-Zeit keine Volksfeste stattfinden konnten und auch andere Veranstaltungen abgesagt wurden, so Werner.

Die Familie hatte sich damals um einen Platz bemüht, an dem sie die Hütte für eine längere Zeit stehen lassen konnte, um sie als Lokal zu nutzen. Schließlich erfuhren die Werners von einem Areal der Flötzinger Brauerei an der Rosenheimer Straße. Die Familie nahm Kontakt auf: „Sie haben sofort zugesagt und uns den Platz kostenlos zur Verfügung gestellt.“ Seit Sommer 2020 gab es die Alm in Kolbermoor. Der Bau zählt zu den fliegenden Bauten und darf drei Monate aufgebaut sein. Sollte es länger sein, braucht man eine Baugenehmigung – „wie bei einem Wohnhaus“. Die wurde für die Alm erteilt.

„Der Sommer 2020 war bombastisch“, so Werner. Dann folgte coronabedingt und wegen des Lockdowns ein Auf und Ab. Und Werner erzählt, dass die Hütte auch beheizt werden musste, als man nicht öffnen durfte. Andernfalls wären die Wasserleitungen im Winter eingefroren.

Hütte geht
wieder auf Tour

Nun können die Bürger Abschied von der derzeit festinstallierten Alm nehmen: „Für den heutigen Freitag sind wir schon komplett ausgebucht, aber Samstag und Sonntag haben wir noch freie Plätze“, sagt er.

Dann wird die Alm-Hütte binnen zehn Tagen demontiert. Sind Küche, Bar und Co. abgebaut, benötigen fünf Männer zwei Tage, um die Alm in ihre Einzelteile zu zerlegen, erzählt Werner. Sie wird dann mit zwei Sattelschleppern zunächst in ein Lager gebracht. Bisher ist die Hütte bereits zehnmal gebucht, so Werner. Dann geht der fliegende Bau wieder auf Reisen.

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