Stadt bringt Deutschkurse auf den Weg

von Redaktion

Unterstützung für ukrainische Flüchtlinge – „Sprache ist ein wichtiger Schlüssel“

Kolbermoor – Immer mehr Flüchtende aus der Ukraine kommen in Deutschland an, so auch in Kolbermoor. Wie viele es genau sind, kann Christian Poitsch vom Stadtmarketing nicht sagen. „Einige sind privat untergebracht“, sagt er auf Anfrage. Ein Teil davon sei bereits gemeldet, aber eben nicht alle, erklärt er. Andere wiederum wohnen in städtischen Liegenschaften, wie dem Ausweichquartier an der Mitterharter Straße, aber auch darüber habe die Stadt keine exakten Zahlen, da alles vom Landratsamt gesteuert werde.

„Ganz schnell ein
Angebot schaffen“

„Die Stadt versucht, alles in ihrem Bereich Mögliche zu tun, um diese Menschen, meist Frauen mit ihren Kindern, und auch die Ehrenamtlichen zu unterstützen“, so Poitsch. Neben der Grundversorgung an Kleidern und Lebensmitteln „muss „der möglichst schnelle Abbau der Sprachbarriere ein vordringliches Ziel sein“, so Bürgermeister Peter Kloo. Auch wenn es eigentlich nicht in den Aufgabenbereich der Kommune fällt, möchte das Stadtoberhaupt „hier ganz schnell ein Angebot schaffen“, so
Poitsch. „Es wird eine ganze Zeit dauern, bis genügend Integrationskurse angeboten werden können“, so Kloo.

Im Alltag
zurechtfinden

„Wir wollen sofort etwas unternehmen, die Menschen brauchen den Basiswortschatz fürs Einkaufen, für den Besuch beim Arzt oder sonstigen Einrichtungen des täglichen Bedarfs. Die Sprache ist ein wichtiger Schlüssel, sich hier im Alltag zurechtzufinden und nicht zuletzt auch die Grundvoraussetzung dafür, den Einstieg ins Erwerbsleben zu ermöglichen.“

Darum sollen bei der VHS Kolbermoor mindestens zwei zusätzliche Kurse „Deutsch für alle ohne Vorkenntnisse“ auf die Beine gestellt werden – starten sollen die ersten am 28. März. Dreimal die Woche jeweils zwei Stunden soll der Kurs angeboten werden und das drei Monate lang. re/iw

Informationen

über die Volkshochschulkurse unter

Telefon 08031/98338

„Finanzierung ein Problem“: Spenden für das Angebot erforderlich

Ein Problem ist die Finanzierung der Kurse, da nur eine eher symbolische Kursgebühr von 30 Euro für 42 Kurseinheiten verlangt werden soll, so Poitsch. Peter Kloo: „Es wäre schön, diese Deutschkurse über Spenden aus der Kolbermoorer Geschäftswelt oder auch von Privatpersonen auf die Beine zu stellen. Die Stadt wird selbstverständlich dann jedem Spender eine Spendenquittung ausstellen.“

Weitere Informationen zu den Spenden unter www.kolbermoor.de.

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