Eine Oase der Ruhe und Entspannung

von Redaktion

Wie es um die Erweiterung des Friedhofs steht und warum diese ein „großer Wurf“ ist

Kolbermoor – „Die Erweiterung des Neuen Friedhofs am Rothbachl ist wirklich ein großer Wurf“. Diese Einschätzung kommt von einem, der weiß, wovon er spricht, nämlich von Jürgen Halder. Er ist, vereinfacht gesagt, für alle Liegenschaften der Stadt verantwortlich, damit letztendlich auch für die Friedhöfe, aber zugleich auch für alle städtischen Grünanlagen.

Der Friedhof am Rothbachl hat schon jetzt Parkcharakter, meint Jürgen Halder, ist also schon jetzt beides: Friedhof und ein Aufenthaltsort für die Lebenden. Die Anlage liegt zwar in unmittelbarer Nähe der Stadt, aber wenn man sie betreten hat, befindet man sich dem Erleben nach in purer Natur.

Parkcharakter
nicht nur bewahren

Die Erweiterung des Friedhofs, die der Stadtrat im vergangenen Herbst beschlossen hatte (wir berichteten) und mit der jetzt in diesem Frühjahr begonnen wurde, wird diesen Parkcharakter nicht nur bewahren, sie wird ihm sogar zu einem neuen Glanzlicht verhelfen. In seinem nordöstlichen Bereich wird derzeit ein Rosengarten angelegt, schon jetzt sind die zukünftigen Rosenareale und die kleinen Wege, die hindurchführen, erkenntlich. Die Wege sind wichtig, denn die Rosenflächen werden entlang ihrer Ränder auch Urnengrabstellen aufnehmen, die dank der Wege unmittelbar besucht werden können. Von den Wegen abgegrenzt werden die Rosenareale dabei durch geschmiedete Einfassungen, die an jeder Urnengrabstelle kleine Tafeln erhalten werden – auf ihnen sind der Name und die Lebensdaten des dort bestatteten Menschen zu lesen.

Die ursprüngliche Idee war dabei gewesen, verschiedene metallverarbeitende Betriebe um ein entsprechendes Angebot zu bitten, der beste Entwurf sollte dann umgesetzt werden. Jedoch zunächst nur für ein erstes Areal, die restlichen Rosenflächen sollten dann umrandet werden, wenn auch dort Bestattungen durchgeführt würden. Die drei eingegangenen Entwürfe näherten sich der Aufgabe von verschiedenen Seiten – floral und verspielt die einen, in der Formensprache stärker zurückgenommen die anderen.

Sie alle aber so überzeugend, dass weder Verwaltung noch Stadtrat einen von ihnen als „Siegerentwurf“ sehen wollten. Auf der letzten Sitzung beschloss der Stadtrat deshalb einstimmig, das gesamte Rosenareal so aufzuteilen, dass jeder der Vorschläge verwirklicht werden könnte und für jeden der Betriebe ein etwa gleich großer Umrandungsanteil anfallen würde. Auch das Feld „D“ des Friedhofes wird in Zukunft Urnengräber aufnehmen. In diesem Bereich, der sich, wenn man von der Aussegnungshalle in den Friedhof hineingeht, gleich links befindet, werden sich die Grabstellen um Bäume herum scharen. Es werden allerdings nicht durchgängig die Bäume sein, die jetzt dort stehen, diese sind dazu zu ungünstig verteilt.

Diejenigen Bäume, die ausgetauscht werden müssen, erhalten, so erläutert Jürgen Halder, eine neue Heimat im Spinnereigelände. Der Parkcharakter des Friedhofs wiederum für ihn aber nichts, was mit dem Abschluss aller Arbeiten in diesem Frühsommer schon fertig und abgeschlossen wäre, sondern eine Eigenschaft, die sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mit dem Wachsen aller Bäume immer noch weiter verfestigen wird.

Tiere leisten
ihren Beitrag

Man merkt es, sagt er, schon jetzt an den verschiedensten Singvögeln, die von Jahr zu Jahr mehr werden, aber auch an den Eichhörnchen, die sich von den nahen Waldflächen her immer häufiger einstellen. Auch sie alle leisten einen Beitrag dazu, dass der neue Friedhof sehr wohl auch eine Oase der Ruhe und Entspannung für alle Lebenden sein wird. Die rund 200000 Euro, die die Umgestaltung insgesamt kosten wird, sind deshalb eine Investition für alle Kolbermoorer und weit in die Zukunft hinein.

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