Kolbermoor – „Ein Geschenk für andere sein“ – auf wenige Menschen trifft dieser Satz in Kolbermoor mehr zu, als auf Barbara Voigt, die am 6. April im Alter von 82 Jahren verstorben war. Pfarrerin Birgit Molnar verwendete ihn bei der Trauerfeier am Neuen Friedhof als Charakteristik von Voigts Lebenswerk, das wie kein anderes von verschiedenen ehrenamtlichen Engagements bestimmt war.
Ein Leben fürs
Ehrenamt
Ihre berufliche Erfahrung als Krankenschwester und Kinderpflegerin half ihr, Hilfe und Stütze für viele ihrer Mitmenschen zu sein. Als Lagerleiterin im Zeltlager von Pfarrer Eugen Klaas, als aktive Sängerin in der Sängerrunde und als Mitgründerin der Initiative Altenservice im ehemaligen Krankenhaus begleitete sie viele Kolbermoorer aller Generationen.
Besonders in Erinnerung blieb auch ihre Tätigkeit als „Drehorgelfrau“ bei so manch fröhlichem Geburtstagsfest im Seniorenkreis. Geradezu erstaunlich war es, dass sie neben ihrer Familie, ihrem bereits verstorbenen Mann, ihren drei Kindern und ihren fünf Enkelkindern noch Zeit für ein umfangreiches kommunalpolitisches Engagement fand.
Seniorenbeauftragte
und Stadträtin
CSU-Ortsvorsitzender Sebastian Daxeder würdigte Voigts 13-jährige Tätigkeit als Stadträtin, Seniorenbeauftragte und Ortswaisenrätin, während der sie sich jederzeit und mit Nachdruck für ihre Mitmenschen eingesetzt hatte. Sohn Walter Voigt und seine Ehefrau Tina brachten das Leben von Barbara Voigt schließlich auf den Punkt, indem sie ihr Lebensmotto zitierten: „Nicht lange reden – einfach machen.“ Organisieren, Gratulieren und Helfen war Barbara Voigts Leben, und so wird sie in Kolbermoor auch noch für sehr lange Zeit in Erinnerung bleiben.