Kolbermoor – Los geht‘s: Die Kolbermoorer können sich ab sofort fürs Stadtradeln anmelden (siehe Kasten). Die Aktion startet am 19. Juni (bis 9. Juli) wieder mit einer Radltour in Bad Aibling. In diesem Zeitraum „sollen so viele Kolbermoorer wie möglich aufs Rad steigen, um von A nach B zu gelangen“, sagt die Kolbermoorer Mobilitätsmanagerin Veronika Winkler. Natürlich soll die Zahl der Teilnehmer heuer gesteigert und der damit einhergehende eingesparte CO2-Ausstoß reduziert werden. Darüber hinaus plant Winkler, mit allen Kommunen im Landkreis Rosenheim, die an der deutschlandweiten Aktion teilnehmen, noch ein Treffen.
„Da besprechen wir, welche Radltouren wir wann und wohin im Rahmen der Aktion anbieten können“. Genaue Daten kann Winkler, die das für Kolbermoor anbietet und organisiert, noch nicht nennen. Nur so viel: Von Kolbermoor aus soll es eine Familien-Tour sowie eine Sport-Tour geben. Und bei beiden ist sie mit dabei.
Was ihr für 2022 besonders am Herzen liegt, ist „dass mehr Stadträte beim Stadtradeln mitmachen“, sagt sie. 2021 waren es nicht mal eine Handvoll. Das sei bei der Anzahl von 24 Stadträten eher bescheiden. Deshalb setzt sie heuer auf die Lokalpolitiker. „Sie sollen doch als kommunale Vorbilder vorangehen“, ist sie überzeugt.
Insgesamt haben 2021 318 Kolbermoorer teilgenommen. Vom Schulkind bis zum Rentner war alles dabei. Und gemeinsam haben sie 9,2 Tonnen CO2 eingespart. Zum Vergleich: 2020 waren 250 Kolbermoorer dabei. Sie haben 7,2 Tonnen CO2 eingespart und gemeinsam knapp 49000 Kilometer auf dem Tacho gehabt.
2021 sind die Kolbermoorer etwa 60000 Kilometer geradelt. Der Durchschnitt lag bei rund 260 Kilometern. „Einige sind bis an den Gardasee gefahren, andere haben das Fahrrad in ihren Alltag integriert und sind beispielsweise zum Einkaufen geradelt“, erklärt Winkler.
Das Pensum sei aber einerlei, denn jeder geradelte Kilometer zählt. Ob man sich nun zur Schule, zum Freund, zur Bücherei oder nach Italien auf den Drahtesel setzt. Wichtig ist ihr, dass den Bürgern binnen des Stadtradeln-Zeitraums bewusst gemacht wird, wie schön radeln sein kann.
Um es den Radlern einfacher zu machen, setzt die Stadt auch sukzessive Projekte im Rahmen des Radl-Konzepts um: „Gerade wurde der Bordstein an der Adolf-Rasp-Schule abgesenkt“, nennt Winkler ein Beispiel. Des Weiteren soll heuer noch die Friedrich-Ebert-Straße in eine Fahrradstraße umgewandelt werden. Auch eine Radlab-stellanlage nördlich des Bahnhofs soll verwirklicht werden.
„Auf Hochtouren läuft auch der Plan, einen Radweg über die Gleise an der Haßlerstraße zu verwirklichen.“ Da sei die Bahn jetzt am Zug, meint Winkler.